Phil's Pretty Good Software pr„sentiert ======= PGP(tm) ======= Pretty Good(tm) Privacy RSA-Verschl�sselung f�r jedermann -------------------------- PGP(tm) Anleitung Teil I: die wichtigsten Themen -------------------------- von Philip Zimmermann �berpr�ft am 11. Oktober 94 šbersetzung ins Deutsche von Gunnar Schmidt PGP Version 2.6.2 - 11. Okt 94 Programm von Philip Zimmermann und vielen anderen. šbersicht: PGP(tm) benutzt RSA-Verschl�sselung um E-mail und Daten zu sch�tzen. Sie k”nnen mit Menschen geheime Daten austauschen, die sie noch nie getroffen haben und brauchen keine 'sicheren' Kan„le um Passworte auszutauschen. PGP hat viele Funktionen, ist schnell, hat ein gutes Schl�sselmanagement, Datenkompression und gute Ergonomie. Programm und Dokumentation (c) Copyright 1990-1994 Philip Zimmermann. Alle Rechte vorbehalten. Informationen �ber PGP's Lizensierung, Vertrieb, Copyrights, Patente, Warenzeichen, Haftungsgrenzen und Exportkontrollen finden sie im Abschnitt 'Rechtliche Dinge' in der 'PGP User's Guide, Teil II: Spezielle Punkte'. Vertrieben vom Massachusetts Institute of Technology. 'Was immer du tust ist unwichtig, aber es ist sehr wichtig, das du es tust.' --Mahatma Gandhi ....................................................................... Inhalt ====== Schnell�bersicht Warum brauchen sie PGP ? Wie es funktioniert Die Installation von PGP Wie sie PGP benutzen Um eine Benutzungs-Zusammenfassung zu sehen Eine Nachricht verschl�sseln Eine Nachricht f�r mehrere Empf„nger verschl�sseln Eine Nachricht unterschreiben Eine Nachricht unterschreiben und verschl�sseln Konventionelle Verschl�sselung benutzen Entschl�sseln und Unterschriften pr�fen Schl�sselverwaltung RSA-Schl�ssel erzeugen Einen Schl�ssel zu ihrem Schl�sselbund hinzuf�gen Einen Schl�ssel aus dem Schl�sselbund entfernen Einen Schl�ssel aus dem Schl�sselbund kopieren Den Schl�sselbund ansehen Wie sch�tzen sie ”ffentliche Schl�ssel Wie erkennt PGP ob Schl�ssel in Ordnung sind ? Wie sch�tzen sie ihre geheimen Schl�ssel Einen ”ffentlichen Schl�ssel widerrufen Was, wenn sie ihren geheimen Schl�ssel verlieren ? Erweiterte Themen Verschl�sselte Texte �ber E-mail: Das Radix-64-Format die Umgebungsvariable f�r den PGP-Pfadnamen Setzen der Parameter in der Konfigurationsdatei Angreifbarkeit Falsche Versprechungen Hinweise f�r Macintosh-Benutzer PGP Schnellreferenz Rechtliche Fragen Anerkennung �ber den Autor Anmerkungen zur �bersetzung Schnell�bersicht ================ Pretty Good(tm) Privacy (PGP), von Phil's Pretty Good Software ist eine hochsichere kryptografische Software f�r MSDOS, Unix, VAX/VMS und andere Computer. PGP erlaubt es, geheime Dateien oder Nachrichten bequem und mit Authentizit„t auszutauschen. Geheim bedeutet, nur die Personen, die eine Nachricht lesen sollen, k”nnen sie auch lesen. Authentizit„t bedeutet, wenn eine Nachricht von einer bestimmten Person zu kommen scheint, kann sie nur von dieser Person kommen. Bequem heiát, Sicherheit und Authentizit„t ohne die Schwierigkeiten wie z.B. der Schl�sselverwaltung herk”mmlicher kryptografischer Programme. Es werden keine 'sicheren' Kan„le ben”tigt, um die Schl�ssel auszutauschen, und dies macht PGP wesentlich einfacher in der Benutzung. Dies kommt daher, das PGP auf einer neuen Technologie basiert, die RSA-Verschl�sselung heiát. PGP kombiniert die Bequemlichkeit des Rivest-Shamir-Adleman (RSA) Kryptosystems mit der Geschwindigkeit herk”mmlicher Verschl�sselungsmethoden, digitalen Unterschriften, Datenkompression vor der Verschl�sselung, gute Ergonomie und hervorragende Schl�sselverwaltung. Und PGP f�hrt die RSA-Funktionen schneller durch als die meisten anderen Software-L”sungen. PGP ist RSA-Verschl�sselung f�r Jedermann. PGP stellt keine eingebauten Modem-Funktionen zur Verf�gung. Sie m�ssen eine eigene Software daf�r benutzen. Dieses Dokument, 'Teil I: die wichtigsten Themen', erkl„rt nur die wichtigsten PGP-M”glichkeiten und sollte von allen PGP-Benutzern gelesen werden. 'Teil II: Spezielle Themen' handelt von den besonderen F„higkeiten von PGP und sollte von den ernsthafteren Anwendern gelesen werden. Keines der beiden Teile erkl„rt die zugrundeliegenden technologischen Details kryptografischer Algorithmen oder Datenstrukturen. ....................................................................... Warum brauchen sie PGP ? ======================== (Anm.d.�.: Philip Zimmermann's Ausf�hrungen handeln in den USA, wo die Regierung die Elektronische Kommunikation viel ernster nimmt als hier. Ich glaube nicht, das es in Deutschland jemals etwas „hnliches wie das 'FBI wiretap proposal'(siehe unten) geben wird) Es ist pers”nlich. Es ist privat. Und es geht niemanden auáer sie etwas an. Vielleicht planen sie eine politische Kampagne, ihre Steuern oder eine unerlaubte Aff„re. Oder vielleicht tun sie etwas, von dem sie denken das es nicht illegal sein sollte, aber es ist. Wasauchimmer es ist, sie wollen nicht, das ihre private elektronische Post (E-mail) oder ihre vertraulichen Dokumente von irgend jemand anders gelesen werden. Es ist nichts falsch daran, Privatsph„re zu verlangen. Vielleicht denken sie, ihre E-mail ist legitim genug um ohne Verschl�sselung auszukommen. Wenn sie ein so gesetzestreuer B�rger sind, der nichts zu verstecken hat, warum schreiben sie ihre Briefe nicht auf Postkarten ? Warum verweigern sie einen Drogentest wenn er verlangt wird ? Warum verlangen sie einen Durchsuchungsbefehl wenn die Polizei vor der T�r steht ? Versuchen sie etwas zu verstecken ? Sie m�ssen ein Drogendealer sein, wenn sie ihre Post in Umschl„gen verstecken. Oder vielleicht einfach nur eine paranoide Nuá ? M�ssen gesetzestreue B�rger ihre E-mail verschl�sseln ? Was, wenn jeder glauben w�rde, gesetzestreue B�rger m�áten Postkarten f�r ihre Post benutzen ? Wenn irgendjemand seine Privatsph„re gelten machen und seine Post in Umschl„ge stecken w�rde, w�rde das sofort Verdacht erregen. Vielleicht w�rden die Beh”rden seine Umschl„ge ”ffnen um zu sehen was er versteckt. Gl�cklicherweise leben wir nicht in einer solchen Welt, weil jeder seine meiste Post mit Umschl„gen sch�tzt. So erregt niemand Verdacht, wenn er seine Privatsph„re mit Umschl„gen geltend macht. Nummern sind Sicherheit. Analog dazu w„re es sch”n, wenn jeder, unschuldig oder nicht, seine E-mail verschl�sseln w�rde, denn dann w�rde niemand Verdacht erregen, wenn er seine private E-mail mit (Verschl�sselungs-) Umschl„gen sch�tzt. Sehen sie es als eine Form der Solidarit„t. Wenn die Regierung heute die Privatsph„re von normalen Leuten verletzen will, muá sie eine ganze Menge Geld ausgeben und Aufwand treiben um die Post abzufangen, mit Dampf zu ”ffnen und zu lesen, oder um Telefongespr„che mitzuh”ren oder aufzuzeichnen. Diese Art aufwandsintensive Beobachtung ist im groáen Stile unpraktikabel. Sie wird nur in wichtigen F„llen betrieben wenn es lohnend erscheint. Mehr und mehr unserer privaten Kommunikation geht durch elektronische Kan„le. E-mail ersetzt immer mehr die Briefpost. Aber E-mail-Nachrichten sind zu einfach abzufangen und nach interessanten Stichw”rtern zu durchsuchen. Das kann im groáen Stile sehr einfach, routinem„áig, automatisch und unerkennbar gemacht werden. Internationale Kabelnetze werden jetzt schon von der NSA (National Security Agency/USA- Beh”rde - Anm.d.š.) im groáen Stile gescannt. Wir gehen auf eine Zukunft zu, in der die Welt �berzogen sein wird von hochkapazitiven Fiber-optischen Netzwerken die unsere allgegenw„rtigen Personalcomputer verbinden. E-mail wird die Norm sein, nicht die Neuigkeit, die sie heute ist. Die Regierung wird unsere E-mail mit Verschl�sselungsprotokollen sichern, die von der Regierung geschaffen wurden. Die meisten Menschen werden damit zufrieden sein. Aber vielleicht werden einige ihre eigenen Sicherheitsmaást„be setzen. Die Senatsverordnung 266, eine 1991er Anti-Verbrechens-Erkl„rung beinhaltete eine sehr st”rende Resolution. Wenn diese nicht bindende Erkl„rung Realit„t geworden w„re, w„ren Hersteller von sicheren Kommunikationsmitteln dazu verpflichtet gewesen, spezielle 'Fallt�ren' in ihre Produkte einzubauen, damit die Regierung jedermannes verschl�sselte Nachrichten lesen kann. Sie lautete: 'Es liegt im Sinne des Kongresses, das Anbieter von elektronischen Kommunikationsservice und Hersteller von elektronischen Kommunikationsmitteln sicherstellen m�ssen, daá die Regierung unverschl�sselte Inhalte von Sprache, Daten und andere Kommunikationswegen erhalten kann, wenn das Gesetz es erfordert.' Diese Maánahme wurde aber nach rigorosen Protesten von ziviler und industrieller Seite nicht Gesetz. 1992 wurde das 'FBI Digital Telephony wiretap proposal' im Kongreá vorgestellt. Alle Hersteller von Kommunikations-Equipment sollten spezielle 'Abh”rports' in ihre Ger„te einbauen, was es dem FBI m”glich machen sollte, alle Formen elektronischer Kommunikation vom B�ro aus abh”ren zu k”nnen. Obwohl es 1992 wegen Ablehnung durch die B�rger niemals Unterst�tzung fand wurde es 1994 wieder vorgeschlagen. Das gr”áte Alarmzeichen ist aber die neue Verschl�sselungs-Politik des Weiáen Hauses, die schon seit dem Beginn der Bush-Zeit von der NSA entwickelt und am 16.April 1993 bekannt wurde. Das Herzst�ck dieser Politik ist ein von der Regierung gebautes Verschl�sselungs-Ger„t, der 'Clipper'-Chip, welcher einen neuen, von der NSA entwickelten geheimen Verschl�sselungsalgorithmus tr„gt. Die Regierung fordert die Privatindustrie auf, den Chip in ihre sicheren Kommunikationsger„te einzubauen, wie verschl�sseltes Telefon, FAX, usw. AT&T baut den Clipper schon in seine 'secure voice'-Produkte ein. Das Problem: In der Produktion bekommt jeder Chip seinen einzigartigen Schl�ssel und die Regierung erh„lt eine Kopie dieses Schl�ssels. Keine Problem soweit, die Regierung verspricht, den Schl�ssel nur zu benutzen um Ihre geheimen Nachrichten zu lesen, wenn sie durch das Gesetz dazu autorisiert wird. Aber nat�rlich, um Clipper erst effektiv zu machen w„re der n„chste logische Schritt, alle anderen Formen der Kryptografie zu illegalisieren. Wenn Privatsph„re illegal ist, werden nur Illegale Privatsph„re haben. Geheimdienste haben Zugang zu guter kryptografischer Technologie. Waffenh„ndler und Drogendealer ebenfalls. ™lfirmen und andere groáe Konzerne ebenfalls. Nur die normalen Leute und kleine politische Organisationen hatten bis jetzt keinen Zugriff auf kryptografische Technologie mit 'milit„rischer Sicherheit'. Bis jetzt. PGP fordert die Menschen dazu auf, ihre Privatsph„re in die eigenen H„nde zu nehmen. Daf�r ist ein wachsender sozialer Bedarf vorhanden Deswegen habe ich es geschrieben. ....................................................................... Wie es funktioniert =================== Es w„re hilfreich, wenn sie schon etwas mit dem Konzept der Verschl�sselung im allgemeinen und mit der RSA-Verschl�sselung im Besonderen vertraut w„ren. Trotzdem, hier ein paar einf�hrende Worte �ber RSA-Verschl�sselung. Zuerst, einige elementare Terminologien. Nehmen wir an, ich will ihnen eine Nachricht schicken, aber ich will, das niemand auáer ihnen sie lesen kann. Ich kann die Nachricht 'verschl�sseln', was bedeutet, ich zerw�rfle sie auf eine hoffnungslos komplizierte Art, sodaá niemand auáer ihnen in der Lage ist, sie zu lesen. Ich benutze einen kryptografischen 'Schl�ssel' um die Nachricht zu verschl�sseln und sie m�ssen den selben Schl�ssel verwenden um die Nachricht wieder zu entschl�sseln. So funktioniert es jedenfalls auf die herk”mmliche Weise in 'Ein-Schl�ssel'-Kryptosystemen. In herk”mmlichen Kryptosystemen, wie z.B. dem 'US Federal Data Encryption Standard (DES)' wird ein einzelner Schl�ssel f�r Ver- und Entschl�sselung benutzt. Das bedeutet, der Schl�ssel muá zuerst �ber sichere Kan„le �bertragen werden, sodaá beide Seiten ihn kennen, bevor verschl�sselte Nachrichten �ber 'unsichere' Kan„le �bertragen werden k”nnen. Das h”rt sich sinnlos an. Wenn ich einen sicheren Kanal habe, um den Schl�ssel zu �bertragen, wozu brauche ich dann Verschl�sselung ? In RSA-Kryptosystemen hat jeder zwei Schl�ssel, die zueinander komplement„r sind, einen ”ffentlich bekannten und einen geheimen (Auch oft Privatschl�ssel genannt). Jeder Schl�ssel ”ffnet den Code, den der andere erzeugt. Den ”ffentlichen Schl�ssel zu kennen hilft ihnen nicht, den zugeh”rigen geheimen zu erzeugen. Der ”ffentliche Schl�ssel kann weit �ber ein Kommunikations-Netz verbreitet sein. Dieses Protokoll erzeugt Privatsph„re ohne die sicheren Kan„le zu brauchen, die f�r konventionelle Kryptosysteme ben”tigt werden. Jeder kann den ”ffentlichen Schl�ssel des Empf„ngers benutzen, um eine Nachricht f�r ihn zu verschl�sseln, und dieser benutzt seinen geheimen, um sie wieder zu entschl�sseln. Niemand auáer ihm kann die Nachricht entschl�sseln, weil niemand auáer ihm Zugriff auf den geheimen Schl�ssel hat. Nicht einmal die Person welche die Nachricht verschl�sselt hat, kann sie entschl�sseln. Authentifikation einer Nachricht ist auch m”glich. Der geheime Schl�ssel des Absenders kann benutzt werden, um eine Nachricht zu verschl�sseln, sie zu 'unterschreiben'. Das erzeugt eine digitale Unterschrift der Nachricht, welche der Empf„nger (oder jeder andere) �berpr�fen kann, indem er den ”ffentlichen Schl�ssel benutzt, um sie zu entschl�sseln. Dies beweist, das der Absender wirklich der wahre Erzeuger der Nachricht ist und das die Nachricht nicht von jemand anders ver„ndert wurde, weil nur der Absender den geheimen Schl�ssel besitzt, der die Unterschrift erzeugte. Eine F„lschung der Unterschrift ist unm”glich und der Absender kann seine Unterschrift sp„ter nicht leugnen. Diese beiden Prozesse k”nnen kombiniert werden, um Geheimhaltung und Authentizit„t zu gew„hrleisten, indem sie zuerst ihre Nachricht mit ihrem geheimen Schl�ssel unterschreiben und dann mit dem ”ffentlichen Schl�ssel des Empf„ngers verschl�sseln. Der Empf„nger kehrt dieses Schema um, indem er zuerst die Nachricht mit seinem geheimen Schl�ssel entschl�sselt und dann ihre Unterschrift mit ihrem ”ffentlichen Schl�ssel pr�ft. Diese Schritte werden vom Programm automatisch ausgef�hrt. Weil die RSA-Verschl�sselung wesentlich langsamer ist als konventionelle Methoden, ist es besser, ein schnelleres, hochsicheres konventionelles Verfahren zu verwenden, um den Text zu verschl�sseln. Dieser originale unverschl�sselte Text wird 'einfacher Text' genannt. In einem f�r den Benutzer unsichtbarem Prozess wird zuerst ein einmaliger Zufallschl�ssel erzeugt, mit dem der Text dann auf konventionelle Weise verschl�sselt wird. Der Zufallsschl�ssel wird jeweils nur ein einziges Mal verwendet. Dann wird dieser Zufallschl�ssel mit dem ”ffentlichen Schl�ssel des Empf„ngers verschl�sselt und mit der Nachricht zu ihm geschickt. Er entschl�sselt ihn mit seinem geheimen Schl�ssel und benutzt ihn, um ihre Nachricht wieder mit den schnellen konventionellen Methoden zu entschl�sseln. ™ffentliche Schl�ssel werden in individuellen 'Schl�ssel-Zertifikaten' aufbewahrt, welche die 'User ID' (der Name des Benutzers), die Entstehungszeit des Schl�ssels und das eigentliche 'Schl�sselmaterial' enthalten. ™ffentliche Schl�sselzertifikate enthalten ”ffentliche Schl�ssel, w„hrend geheime Schl�sselzertifikate geheime Schl�ssel enthalten. Jeder geheime Schl�ssel ist nochmal mit einem Passwort verschl�sselt, um ihn zu sch�tzen, sollte er gestohlen werden. Eine Schl�sseldatei, oder 'Schl�sselbund' enth„lt ein oder mehrere dieser Schl�sselzertifikate. ™ffentliche und geheime Schl�ssel werden in getrennten Schl�sselbunden aufbewahrt. Die Schl�ssel werden intern auch mit einer 'Key ID' referenziert, welche eine 'Abk�rzung' (die untersten 64 Bit) des ”ffentlichen Schl�ssels ist. Wenn diese Key ID angezeigt wird, sehen sie aber nur 32 Bit, um noch weiter abzuk�rzen. Viele Schl�ssel k”nnen die gleiche User ID haben, aber in der Praxis haben keine zwei Schl�ssel die gleiche Key ID. PGP benutzt 'Nachrichten-Extrakte' um Unterschriften zu erzeugen. Ein Nachrichtenextrakt ist eine 128 Bit lange kryptografisch sehr starke Hash-Funktion. Es funktioniert etwa wie eine Checksumme oder CRC, indem es die Nachricht in kompakter Form 'repr„sentiert' und dazu benutzt wird, um Ver„nderungen in der Nachricht zu entdecken. Aber im Gegensatz zu einer CRC ist es f�r einen Angreifer praktisch unm”glich, eine Nachricht zu erzeugen, aus der das gleiche Nachrichtenextrakt entsteht. Dieser Nachrichtenextrakt wird mit dem geheimen Schl�ssel des Absenders verschl�sselt um eine digitale Unterschrift zu erzeugen. Dokumente werden unterschrieben, indem ihnen ein Unterschriftszertifikat vorangestellt wird, welches die Key ID des Schl�ssels enth„lt, mit welchem sie unterschrieben wurde, das verschl�sselte Nachrichtenextrakt und eine Zeitmarke, mit der festgestellt werden kann, wann die Unterschrift erzeugt wurde. Die Key ID wird vom Empf„nger benutzt, um den zum šberpr�fen n”tigen ”ffentlichen Schl�ssel zu finden. Das Programm des Empf„ngers sucht automatisch die zur Key ID passende User ID und den Schl�ssel im ”ffentlichen Schl�sselbund. Verschl�sselten Dateien wird die Key ID des ”ffentlichen Schl�ssels vorangestellt, der benutzt wurde, um sie zu verschl�sseln. Das Programm des Empf„ngers sucht automatisch den zur Entschl�sselung n”tigen Schl�ssel im geheimen Schl�sselbund. Diese zwei Schl�sselbunde sind die prinzipielle Methode, um ”ffentliche und geheime Schl�ssel zu verwalten. Anstatt jeden einzelnen Schl�ssel in einzelnen Datei zu verwalten, werden sie in Schl�sselbunden gesammelt, um ihr Auffinden durch User ID und Key ID m”glich zu machen. Jeder Nutzer erh„lt sein eigenes Paar Schl�sselbunde. Erzeugte ”ffentliche Schl�ssel werden tempor„r in einzelnen Dateien gehalten, damit sie sie zu ihren Freunden senden k”nnen, die sie dann zu ihren ”ffentlichen Schl�sselbunden hinzuf�gen k”nnen. Die Installation von PGP ======================== Das MSDOS-Release von PGP besteht aus einer komprimierten Datei mit einem Dateinamen der folgenden Form: PGPxx.ZIP (jede Version hat eine andere Nummer xx im Namen). Zum Beispiel heiát die Datei mit Version 2.6 PGP26.ZIP. Dieses Archiv kann mit dem Shareware-Programm PKUNZIP oder dem Unix-Programm 'unzip' entpackt werden. Nach dem dekomprimieren entstehen verschiedene Dateien. Eine von ihnen, README.DOC, sollte immer vor der Installation gelesen werden. Diese Datei enth„lt Hinweise, was an der aktuellen Version neu ist, sowie eine Beschreibung der anderen Dateien. Wenn sie schon eine „ltere Version von PGP haben, sollten sie diese umbenennen oder l”schen, um Namenskonflikte mit dem neuen PGP zu vermeiden. F�r genaue Informationen �ber die Installation von PGP sehen sie in der Datei SETUP.DOC nach, die sie mit dem Release erhalten haben. Sie erkl„rt vollst„ndig, wie sie den PGP-Pfad ausw„hlen, das Archiv entpacken und ihre AUTOEXEC.BAT an PGP anpassen. Wir werden hier die Installationsanweisungen kurz zusammenfassen, f�r den Fall, das sie zu ungeduldig sind die detaillierten Anweisungen jetzt zu lesen. Um PGP auf ihrem MSDOS System zu installieren m�ssen sie die Datei PGPxx.ZIP in ein Verzeichnis auf ihrer Festplatte kopieren und sie mit PKUNZIP entpacken. Um beste Ergebnisse zu erzielen, sollten sie auch ihre AUTOEXEC.BAT „ndern, wie weiter unten beschrieben, aber das k”nnen sie sp„ter tun, wenn sie ein biáchen mit PGP herumprobiert haben. Wenn sie PGP noch nie benutzt haben, sollte der erste Schritt nach der Installation (und dem lesen der Anleitung) die Erzeugung ihres Schl�sselpaares sein, indem sie 'pgp -kg' eingeben. Lesen sie dazu erst den Abschnitt 'RSA-Schl�ssel erzeugen' in dieser Dokumentation. Die Installation auf Unix oder VAX/VMS ist „hnlich, aber sie m�ssen eventuell zuerst den Quellcode compilieren. Dem Release liegt ein MAKEFILE f�r Unix bei. Wie sie PGP benutzen ==================== Um eine Benutzungszusammenfassung zu sehen ------------------------------------------ Um eine Kurzzusammenfassung der Befehle zu sehen, geben sie ein: pgp -h Eine Nachricht verschl�sseln ---------------------------- Um eine Klartextdatei mit dem ”ffentlichen Schl�ssel des Empf„ngers zu verschl�sseln, geben sie ein: pgp -e texdatei [seine User ID] Dieses Kommando erzeugt ein Chiffrat mit dem Namen texdatei.pgp. Beispiele: pgp -e brief.txt Alice oder: pgp -e brief.txt 'Alice S' Das erste Beispiel sucht in ihrem ”ffentlichen Schl�sselbund 'pubring.pgp' nach einem Schl�sselzertifikat, das die Zeichenkette 'Alice' im Feld User ID enth„lt. Das zweite Beispiel sucht nach 'Alice S'. Sie k”nnen keine Leerzeichen verwenden, wenn sie nicht die gesamte Zeichenkette in Anf�hrungszeichen einschlieáen. Die Suche unterscheidet nicht zwischen Groá- und Kleinschreibung. Wenn PGP einen passenden Schl�ssel findet, benutzt es diesen, um 'brief.txt' zu verschl�sseln. Das Ergebnis ist eine Chiffrat-Datei mit dem Namen 'brief.pgp'. PGP versucht, den Klartext vor der Verschl�sselung zu komprimieren, was die Sicherheit gegen�ber Kryptoanalyse wesentlich erh”ht, und auáerdem wird das Chiffrat meistens kleiner sein als das Original. Wenn sie die verschl�sslte Nachricht �ber E-mail senden wollen, wandeln sie es in druckbare ASCII-Zeichen ('radix-64'-Format) um, indem sie die Option -a anf�gen, wie sp„ter erkl„rt wird. Eine Nachricht f�r mehrere Empf„nger verschl�sseln -------------------------------------------------- Wenn sie ein und dieselbe Nachricht an mehr als eine Person senden wollen, k”nnen sie auch Verschl�sselung f�r mehrere Empf„nger angeben, indem sie einfach weitere User ID's hinzuf�gen, wie: pgp -e brief.txt Alice Bob Carol Dies w�rde ein Chiffrat namens 'brief.pgp' erzeugen, das von Alice, Bob oder Carol entschl�sslt werden kann. Die Anzahl der Empf„nger ist beliebig. Eine Nachricht unterschreiben ----------------------------- Um einen Klartext mit ihrem geheimen Schl�ssel zu unterschreiben, geben sie ein: pgp -s texdatei [-u ihre User ID] Achtung, die [eckigen Klammern] weisen auf eine optionale Angabe hin, also geben sie sie bitte nicht wirklich ein. Dieser Befehl erzeugt eine unterschriebene Datei mit Namen texdatei.pgp. Beispiel: pgp -s brief.txt -u Bob Dieser Befehl sucht in ihrem geheimen Schl�sselbund 'secring.pgp' nach geheimen Schl�sselzertifikaten welche die Zeichenkette 'Bob' irgendwo in der User ID enthalten. Sie heiáen doch Bob, oder ? Die Suche beachtet Groá- und Kleinschreibung nicht. Wenn der Schl�ssel gefunden wird, benutzt PGP ihn, um die Datei 'brief.txt' zu unterschreiben und produziert eine Unterschriftsdatei 'brief.pgp'. Wenn sie ihre User ID nicht angeben, wird der erste Schl�ssel in ihrem geheimen Schl�sselbund verwendet. PGP versucht, die Nachricht nach dem Unterschreiben zu komprimieren. Dadurch wird die unterschriebene Datei kleiner als die Originaldatei, was f�r Archivierungszwecke n�tzlich ist. Aber, dadurch wird die Datei f�r den menschlichen Nutzer unlesbar, auch wenn die Originaldatei purer ASCII-Text war. Es w„re sch”n, wenn sie eine unterschriebene Datei erzeugen k”nnten, die immer noch direkt lesbar ist. Das w„re teilweise n�tzlich, wenn sie die Datei per E-mail verschicken wollen. Um E-mail Nachrichten zu unterschreiben, wenn das Resultat lesbar bleiben soll, ist es die bequemste L”sung, die CLEARSIG-M”glichkeit zu nutzen, die sp„ter erkl„rt wird. So wird die Unterschrift in druckbarer Form ans Ende des Textes geh„ngt und die Datenkomprimierung ausgeschaltet. Dadurch wird es m”glich, das der Empf„nger die Datei lesen kann, sogar wenn er nicht PGP benutzt, um die Unterschrift zu pr�fen. Diese M”glichkeit wird in der Sektion 'CLEARSIG - Unterschriften verkapselt in lesbarem Text' im 'Teil II: spezielle Funktionen' erkl„rt. Wenn sie nicht warten k”nnen bis sie diesen Abschnitt gelesen haben, k”nnen sie sich anschauen, wie ein solchermaáen unterschriebene Datei aussehen w�rde, indem sie eingeben: pgp -sta nachrich.txt Das erzeugt eine unterschriebene Nachrichts-Datei mit dem Namen 'nachrich.asc' bestehend aus dem originalen Text, immer noch lesbar, und der Unterschrift als druckbarer ASCII-Text, fertig um sie per E-mail zu senden. Dieses Beispiel geht davon aus, daá sie die normalen Einstellungen f�r das CLEARSIG-flag in der Konfigurationsdatei verwenden. Unterschreiben und Verschl�sseln -------------------------------- Um einen Text mit ihrem geheimen Schl�ssel zu unterschreiben und ihn dann mit dem ”ffentlichen des Empf„ngers zu verschl�sseln, geben sie ein: pgp -es texdatei seine_UserID [-u ihre_userID] Dieses Beispiel erzeugt eine unterschriebene Chiffratdatei texdatei.pgp. Ihr geheimer Schl�ssel wird automatisch �ber ihre_userID auf ihrem geheimen Schl�sselbund herausgesucht. Wenn sie seine_UserID nicht angeben, wird PGP sie danach fragen. Wenn sie ihre_userID frei lassen, wird ihr erster geheimer Schl�ssel verwendet. Beachten sie, das PGP versucht, den Text zu komprimieren, bevor er verschl�sselt wird. Wenn sie diese Nachricht �ber E-mail verschicken wollen, konvertieren sie die Ausgabe ins 'radix-64'-Format �ber die Option -a, wie weiter unten erkl„rt. Sie k”nnen auch hier die Nachricht f�r mehrere Empf„nger verschl�sseln, indem sie mehrere UserID's angeben. Konventionelle Verschl�sselung benutzen --------------------------------------- Manchmal reicht es aus, Dateien mit der 'alten' Methode zu verschl�sseln, mit 'Ein-Schl�ssel'-Kryptografie. Das kann meistens dann n�tzlich sein, wenn sie eine Datei nur verschl�sselt speichern wollen, aber nicht versenden. Weil dieselbe Person, welche die Daten verschl�sselt hat, sie auch wieder entschl�sselt, ist RSA- Verschl�sselung nicht unbedingt n”tig. Um eine Datei konventionell zu verschl�sseln, geben sie ein: pgp -c texdatei Dieses Beispiel verschl�sselt die Datei texdatei und erzeugt ein Chiffrat texdatei.pgp, ohne RSA-Verschl�sselung, Schl�sselbunde, User ID's oder „hnliches zu benutzen. PGP fragt sie nach einem Passwort, mit dem sie Text verschl�sseln wollen. Dieses Passwort muá nicht (besser: SOLLTE nicht) das gleiche sein, mit dem sie ihren geheimen RSA-Schl�ssel sch�tzen. Beachten sie, das PGP versucht, die Datei vor der Verschl�sselung zu komprimieren. PGP wird niemals das gleiche Chiffrat aus einer Datei erzeugen, sogar wenn sie das gleiche Passwort immer wieder benutzen. Entschl�sseln und Unterschriften pr�fen --------------------------------------- Um ein Chiffrat zu entschl�sseln oder eine Unterschriftsintegrit„t zu pr�fen: pgp chiffratdatei [-o dechiffredatei] Wenn sie zu der Chiffratdatei keine Extension angeben, wird .pgp angenommen. Der optionale Parameter -o gibt an, wo und unter welchem Namen die entschl�sselte Datei abgelegt wird. Wenn er nicht angegeben ist, benutzt PGP den Dateinamen des Chiffrats ohne Extension. Wenn eine Unterschrift im Text entdeckt wird, wird sie automatisch �berpr�ft und die volle User ID des Unterschreibenden wird angezeigt. Beachten sie, das 'Auswickeln' des Chiffrats geschieht vollautomatisch, egal ob die Datei verschl�sselt, unterschrieben oder beides ist. PGP benutzt das Key ID-Prefix um automatisch den passenden geheimen Schl�ssel zur Entschl�sselung zu finden. Wenn sich eine Unterschrift im Text befindet, sucht PGP in ihrem ”ffentlichen Schl�sselbund nach dem passendem Schl�ssel f�r die �berpr�fung. Wenn die richtigen Schl�ssel in ihren Schl�sselbunden vorhanden sind, sind keine Benutzereingaben mehr n”tig, auáer daá sie eventuell nach dem Passwort f�r ihren geheimen Schl�ssel gefragt werden. Wenn das Chiffrat konventionell verschl�sselt wurde, erkennt PGP dies und fragt sie nach dem Passwort. Schl�sselverwaltung =================== Seit Caesar's Zeiten war das Schl�sselmanagement der schwierigste Teil der Kryptografie. Einer der wichtigsten Vorteile von PGP ist die superbe Schl�sselverwaltung. RSA-Schl�ssel erzeugen ------------------ Um ihr eigenes einzigartiges ”ffentlich/geheimes Schl�sselpaar zu erzeugen: pgp -kg PGP zeigt ihnen ein Menu mit bevorzugten Schl�ssell„ngen (unterer kommerzialler Grad, hoher kommerzieller Grad, milit„rischer Grad) und fragt sie, welche Sch�ssell„nge (bis mehr als tausend Bits) sie w�nschen. Je gr”áer der Schl�ssel, desto mehr Sicherheit haben sie, aber der Preis den sie zahlen ist die Geschwindigkeit. PGP fragt auch nach ihrer User ID, was bedeutet: ihr Name. Es ist eine gute Idee, ihren vollen Namen f�r diese User ID zu benutzen, um das Risiko zu senken, das Leute den falschen ”ffentlichen Schl�ssel benutzen, um Nachrichten f�r sie zu verschl�sseln. In der User ID sind Leerzeichen und Punktuation erlaubt. Es w„hre hilfreich, wenn sie ihre E-mail-Adresse in hinter ihrem Namen angeben, wie z.B.: Robert M. Smith Wenn sie keine E-mail Adresse haben, benutzen sie ihre Telefonnummer oder eine andere einmalige Information, um sicherzugehen, das ihre User ID einzigartig ist. PGP fragt sie auch nach ihrem Sicherheitssatz, um den geheimen Schl�ssel zu sichern, sollte er in die falschen H„nde fallen. Niemand kann ihren geheimen Schl�sselbund ohne den Sicherheitssatz benutzen. Der Sicherheitssatz ist wie ein Passwort, aber er kann eine Wortgruppe oder Satz sein und alle Zeichen, Punkte, Leerzeichen und „hnliches enthalten, was sie hineinschreiben wollen. Vergessen sie diesen Satz nicht, es gibt KEINE M”glichkeit, ihn wieder zu ermitteln. Dieser Satz wird sp„ter immer dann ben”tigt, wenn sie ihren geheimen Schl�ssel verwenden. Im Sicherheitssatz wird zwischen Groá- und Kleinschreibung unterschieden. Er sollte nicht zu kurz oder leicht zu erraten sein. Er wird niemals angezeigt und sie sollten ihn auch nirgends aufschreiben, wo ihn jemand anders sehen k”nnte oder ihn in ihrem Computer speichern. Wenn sie keinen Sicherheitssatz verwenden wollen (Sie Narr!), dr�cken sie einfach Enter, wenn sie nach dem Satz gefragt werden. Das ”ffentlich/geheime Schl�sselpaar wird aus groáen echten Zufallszahlen errechnet, die groáteils dadurch erzeugt werden, indem PGP die Abst„nde zwischen ihren Tastendr�cken mit einem schnellen Timer miát. Das Programm wird sie anweisen, einigen Text einzugeben, um die Zufallszahlen zu erzeugen. Wenn sie danach gefragt werden, sollten sie einige Tasten in zuf„lligen Abst„nden dr�cken, und es w„hre auch nicht schlecht, wenn der Text den sie eingeben auch einen zuf„lligen Inhalt h„tte, weil ein Teil der 'Zuf„lligkeit' durch den Inhalt dessen was sie eingeben erzeugt wird. Also dr�cken sie bitte keine sich wiederholenden Tastenfolgen. Beachten sie, die Schl�sselerzeugung ist ein langwieriger Prozeá. Es k”nnte einige Sekunden dauern, um einen kleinen Schl�ssel auf einem schnellen Prozessor zu erzeugen oder auch ein paar Minuten f�r einen langen Schl�ssel auf einem IBM PC/XT. PGP wird seine Fortschritte w„hrend der Schl�sselerzeugung anzeigen. Das erzeugte Schl�sselpaar wird in ihren ”ffentlich/geheimen Schl�sselbunden abgelegt. Sie k”nnen ihren neuen ”ffentlichen Schl�ssel sp„ter mit dem Kommando -kx aus dem ”ffentlichen Schl�sselbund kopieren und in einer separaten Datei ablegen, die sie dann ihren Freunden geben k”nnen, damit sie ihn in ihre Schl�sselbunde ablegen k”nnen. Normalerweise behalten sie ihren geheimen Schl�ssel in ihrem geheimen Schl�sselbund. Jeder geheime Schl�ssel wird durch seinen individuelle Sicherheitssatz gesch�tzt. Geben sie ihren geheimen Schl�ssel niemandem. Aus dem selben Grund sollten sie auch nicht f�r ihre Freunde Schl�sselpaare erzeugen. Jeder sollte sich sein eigenes Schl�sselpaar erzeugen. Behalten sie immer die physikalische Kontrolle �ber ihren geheimen Schl�ssel und riskieren sie nicht, das er bekannt wird, weil sie ihn auf einem entfernten PC (z.B. Netzserver) aufbewahren. Behalten sie ihn in ihrem eigenen PC (besser noch: auf Diskette). Wenn PGP ihnen mitteilt, es k”nne die PGP User's Guide nicht auf ihrem Computer finden und sich weigert, ein Schl�sselpaar ohne dieses zu erzeugen, keine Panik. Lesen sie die Erkl„rung des NOMANUAL-Parameters in der Sektion 'Konfigurationsparameter setzen' im Spezialteil der PGP User's Guide. Einen Schl�ssel zu ihrem Schl�sselbund hinzuf�gen ------------------------------------------------- Manchmal werden sie einen Schl�ssel zu ihrem Schl�sselbund hinzuf�gen wollen, der ihnen von jemand anderem in der Form einer Schl�sseldatei gegeben wurde. Um eine ”ffentliche/geheime Schl�sseldatei zu ihrem Schl�sselbund hinzuzuf�gen: ([Klammern] bedeuten optionale Angabe) pgp -ka Schl�sseldatei [Schl�sselbund] Die Extension der Schl�sseldatei ist .pgp, wenn sie diese nicht eingeben. Der Schl�sselbund ist entweder 'pubring.pgp' oder 'secring.pgp', abh„ngig davon, ob die Schl�sseldatei einen ”ffentlichen oder geheimen Schl�ssel enth„lt. Sie k”nnen auch einen anderen Schl�sselbundnamen angeben, der wieder als Standarteinstellung die Extension .pgp hat. Existiert der Schl�ssel schon im Bund, wird PGP ihn nicht noch einmal hinzuf�gen. Alle Schl�ssel der Schl�sseldatei werden hinzugef�gt, auáer den Duplikaten. Sp„ter werden wir das Konzept erkl„ren, Schl�ssel mit Unterschriften zu versehen. Wenn ein Schl�ssel der Datei Unterschriften enth„lt werden diese mit zum Bund hinzugef�gt. Wenn sich der Schl�ssel bereits im Bund befindet, �bertr„gt PGP alle neuen Unterschriften aus der Schl�sseldatei. PGP war urspr�nglich daf�r vorgesehen, kleine personale Schl�sselbunde zu verwalten. Wenn sie wirklich groáe Schl�sselbunde verwalten wollen, lesen sie den Abschnitt 'Verwalten groáer ”ffentlicher Schl�sselbunde' im Teil II dieser Dokumentation. Einen Schl�ssel aus dem Schl�sselbund entfernen ----------------------------------------------- Um einen Schl�ssel oder eine User ID aus ihrem ”ffentlichen Schl�sselbund zu entfernen: pgp -kr userid [Schl�sselbund] Dieser Befehl sucht nach der spezifizierten User ID in ihrem Schl�sselbund und entfernt diesen Schl�ssel, wenn ein passender gefunden wird. Denken sie daran, das jedes Fragment einer User ID zum Suchen verwendet werden kann. Die optionale Schl�sselbunddatei wird standardm„áig als 'pubring.pgp' angenommen. Geben sie 'secring.pgp' an, wenn sie Schl�ssel aus ihrem geheimen Schl�sselbund entfernen wollen. Sie k”nnen aber auch einen anderen Namen f�r die Schl�sselbunddatei angeben. Standardendung ist '.pgp'. Wenn ein Schl�ssel mehr als eine User ID besitzt, werden sie gefragt, ob sie eine von diesen entfernen wollen, aber den Schl�ssel im Bund belassen wollen. Einen Schl�ssel aus dem Schl�sselbund kopieren ---------------------------------------------- Um einen Schl�ssel zu kopieren pgp -kx userid Schl�sseldatei [Schl�sselbund] Dieses Kommando kopiert den durch die User ID spezifizierten Schl�ssel in eine separate Schl�sseldatei. Verwenden sie diese Funktion, um ihren ”ffentlichen Schl�ssel weiterzugeben. Wenn der Schl�ssel Unterschriften hat, werden diese mitkopiert. Wenn sie einen Schl�ssel in druckbaren ASCII-Zeichen exportieren wollen, z.B. f�r E-mail, geben sie die Option -kxa an. Den Schl�sselbund ansehen ------------------------------------- Um den Inhalt ihres Schl�sselbundes anzusehen: pgp -kv[v] [userid] [Schl�sselbund] Alle Schl�ssel des Bundes, die zur User ID passen werden aufgelistet. Wenn sie User ID weglassen, wird der gesamte Inhalt des Schl�sselbundes angezeigt. Wenn sie den optionalen Schl�sselbundnamen weglassen, wird 'pubring.pgp' benutzt. Sie k”nnen auch 'secring.pgp' angeben, um ihre geheimen Schl�ssel anzusehen oder einen anderen Schl�sseldateinamen. Standardextension ist '.pgp'. Sp„ter werden wir das Konzept erkl„ren, Schl�ssel mit Unterschriften zu versehen. Um alle zu einem Schl�ssel geh”rigen Unterschriften anzusehen, benutzen sie die Option -kvv : pgp -kvv [userid] [Schl�sselbund] Es gibt auch noch eine andere M”glichkeit: pgp Schl�sseldatei Ohne Zusatzkommandos wird PGP alle in der Datei enthaltenen Schl�ssel anzeigen und f�gt sie in ihren Schl�sselbund ein, wenn sie nicht schon vorhanden sind. Wie sch�tzen sie ”ffentliche Schl�ssel -------------------------------------- In einem RSA-Kryptosystem m�ssen sie die ”ffentlichen Schl�ssel nicht vorm bekanntwerden sch�tzen. Es ist sogar besser, wenn sie soweit wie m”glich verbreitet sind. Aber es ist sehr wichtig, ”ffentliche Schl�ssel vor Ver„nderungen zu sch�tzen, um sicher zu gehen, das ein Schl�ssel wirklich dem geh”rt, dem er zu geh”ren scheint. Dies ist der verletzlichste Punkt eines RSA-Kryptosystems. Zuerst sehen wir uns eine m”gliche Katastrophe an, und dann wie man sie mit PGP sicher verhindert. Nehmen wir an, sie wollen eine private Nachricht an Alice schicken. Sie laden sich Alice's ”ffentlichen Schl�ssel aus einer Mailbox (oder BBS) herunter. Nachdem sie die Nachricht mit diesem Schl�ssel verschl�sselt haben, senden sie diese �ber die E-mail Station der Mailbox an Alice. Ungl�cklicherweise, ihnen und Alice unbekannt, hat ein anderer Benutzer namens Charlie die BBS infiltriert. Er hat ein neues Schl�sselpaar generiert und Alice's User ID benutzt. Er vertauscht seinen gef„lschten Schl�ssel mit Alice's echtem ”ffentlichem Schl�ssel. Sie benutzen unwissentlich Charlies's F„lschung anstatt Alice's echten. Alles sieht normal aus, weil die F„lschung Alice's User ID hat. Jetzt kann Charlie die f�r Alice bestimmte Nachricht entschl�sseln, da er den passenden geheimen Schl�ssel hat. Er k”nnte sogar die Nachricht wieder mit Alices echtem ”ffentlichen Schl�ssel verschl�sseln und an Alice senden, sodaá niemand irgendetwas bemerkt. Er kann sogar augenscheinlich echte Unterschriften von Alice erzeugen, da ja jeder den gef„lschten Schl�ssel benutzt, um die Unterschriften zu pr�fen. Die einzige M”glichkeit, diese Katastrophe abzuwenden ist, jeden davon abzuhalten, die ”ffentlichen Schl�ssel zu ver„ndern. Wenn sie Alice's Schl�ssel direkt von Alice haben, ist das kein Problem. Aber das k”nnte schwierig sein, denn vielleicht lebt Alice tausend Kilometer entfernt oder ist zur Zeit nicht erreicbar. Vielleicht k”nnen sie Alice's Schl�ssel von einem vertrauensw�rdigem Freund, David, bekommen. David weiá, er hat den echten ”ffentlichen Schl�ssel von Alice. David k”nnte Alice's Schl�ssel unterschreiben, um dessen Integrit„t zu best„tigen. David w�rde diese Unterschrift mit seinem eigenen geheimen Schl�ssel erzeugen. Das w�rde ein unterschriebenes ”ffentliches Schl�sselzertifikat erzeugen und zeigen, das Alice's Schl�ssel nicht ver„ndert wurde. Dazu m�ssen sie einen echten ”ffentlichen Schl�ssel von David haben, um die Unterschrift zu pr�fen. Vielleicht k”nnte David Alice ein beglaubigtes Zertifikat ihres Schl�ssels �bergeben. David wirkt also als ein 'Vorsteller' zwischen ihnen und Alice. Der beglaubigte Schl�ssel von Alice k”nnte von David oder Alice auf eine BBS geladen werden, von der sie ihn sp„ter wieder herunterladen k”nnen. Sie k”nnen David's Unterschrift mit seinem ”ffentlichen Schl�ssel �berpr�fen. Niemand wird sie dazu bringen, seinen gef„lschten Schl�ssel als Alice's zu akzeptieren, weil niemand David's Beglaubigung f„lschen kann. Eine vertrauensw�rdige Person kann sich sogar darauf spezialisieren, neue Benutzer 'bekanntzumachen', indem er deren Schl�sselzertifikate beglaubigt. Diese Person k”nnte als 'Schl�sselverwalter' oder 'Beglaubiger' agieren. Von jedem von ihm beglaubigten Schl�sselzertifikat kann mit Sicherheit gesagt werden, das es wirklich demjenigen geh”rt, dem es zu geh”ren scheint. Alle Benutzer, die an diesem Service teilnehmen wollen brauchen nur eine bekannt echte Kopie des ”ffentlichen Schl�ssels vom 'Schl�sselverwalter', um dessen Unterschriften pr�fen zu k”nnen. Ein vertrauensw�rdiger Schl�sselverwalter oder Beglaubiger ist besonders f�r groáe unpersonale zentral kontrollierte Firmen oder Regierungsbeh”rden zu empfehlen. Einige Institutionen verwenden Hierarchien von Beglaubigern. In kleineren Umgebungen w�rde es besser funktionieren, wenn man allen Nutzern erlaubt, als 'Bekanntmacher' f�r ihre Freunde zu fungieren. PGP geht diesen 'organischen' nicht-institutionellen Weg. Er spiegelt besser die Art wieder, wie Menschen sonst miteinander umgehen, und erlaubt den Menschen die Wahl, wem sie das Schl�sselmanagement anvertrauen. Die Notwendigkeit ”ffentliche Schl�ssel vor unerlaubter Ver„nderung zu sch�tzen ist das schwierigste Problem in praktischen RSA-Applikationen. Es ist die Achillesferse der RSA-Kryptografie und ein groáer Teil der Software-Komplexit„t wird nur gebraucht, um dieses eine Problem zu l”sen. Sie sollten einen ”ffentlichen Schl�ssel nur dann benutzen, wenn sie sichergestellt haben, das er wirklich dem geh”rt, von dem er es behauptet. Sie k”nnen sich dessen sicher sein, wenn sie ihn direkt vom Besitzer haben oder wenn er eine Unterschrift von jemandem tr„gt, von dem sie schon wissen, das sie seinen echten ”ffentlichen Schl�ssel haben. Auch sollte die User ID den vollen Namen des Besitzers enthalten, nicht nur den Vornamen. Wie verlockt sie auch immer sein m”gen - und sie werden verlockt sein-- trauen sie niemals, NIEMALS einem ”ffentlichen Schl�ssel, den sie von einer BBS heruntergeladen haben, wenn er nicht von jemandem, dem sie trauen unterschrieben ist. Ein nicht beglaubigter Schl�ssel kann von jedem ver„ndert worden sein, sogar vom SysOp der Mailbox. Wenn sie gebeten werden, einen ”ffentlichen Schl�ssel zu beglaubigen, stellen sie sicher, das er wirklich der Person geh”rt, die in der User ID angegeben ist, weil ihre Unterschrift auf diesem Schl�ssel ihr Versprechen ist, das dieser Schl�ssel wirklich ihr geh”rt. Andere Leute werden diesem ”ffentlichem Schl�ssel vertrauen, weil sie ihrer Unterschrift darauf vertrauen. Es w„hre falsch, H”rensagen zu glauben - unterschreiben sie nur, wenn sie aus erster Hand wissen, das er wirklich ihr geh”rt. Vorzugsweise sollten sie einen Schl�ssel nur dann unterschreiben, wenn sie ihn direkt von der Person haben. Um einen Schl�ssel zu unterschreiben, m�ssen sie sich �ber den Eigent�mer viel sicherer sein, als wenn die nur mit diesem Schl�ssel verschl�sseln. Um sicher zu sein, das ein Schl�ssel zur Benutzung gut genug ist, sollten die Unterschriften einiger Bekanntmacher ausreichen. Aber um ihn selbst zu unterschreiben m�ssen sie aus erster Hand wissen, wem er geh”rt. Vielleicht k”nnen sie den Eigent�mer anrufen und die Schl�sseldatei mit ihm �berpr�fen und festzustellen, das sie wirklich ihren Schl�ssel haben - und stellen sie sicher, das sie mit der richtigen Person reden. Weiteres lesen sie im Abschnitt '�berpr�fen eines ”ffentlichen Schl�ssels �ber Telefon' im Teil II. Halten sie sich vor Augen, das ihre Unterschrift auf dem ”ffentlichen Schl�ssel nicht die Integrit„t dieser Person garantiert, sondern nur f�r die Integrit„t (das Eigentum) des Schl�ssels b�rgt. Sie werden nicht ihre Reputation verlieren weil sie den Schl�ssel eines Psychopaten beglaubigt haben, nur weil sie absolut sicher waren, das dieser Schl�ssel wirklich ihm geh”rt. Andere Leute werden dem Schl�ssel vertrauen, weil sie ihrer Unterschrift vertrauen (angenommen sie vertrauen ihnen), aber sie m�ssen nicht dem Besitzer des Schl�ssels vertrauen. Einem Schl�ssel zu vertrauen bedeutet nicht, dem Schl�sselbesitzer zu vertrauen. Vertrauen ist nicht unbedingt �bertragbar; Ich habe einen Freund, von dem ich glaube, das er nicht l�gt. Er ist ein leichtgl„ubiger Mensch, der glaubt, der Pr„sident l�gt nicht. Das bedeutet nicht, das ich glauben muá, der Pr„sident l�gt nicht. Das ist ganz einfach. Wenn ich Alice's Beglaubigung traue, und Alice traut Charlie's Beglaubigung, heiát das nicht, das ich Charlie's Beglaubigung trauen muá. Es w„hre eine gute Idee, ihren eigenen Schl�ssel mit einer Sammlung von Unterschriften einiger Beglaubiger zu haben, in der Hoffnung, die meisten Leute werden wenigstens einem der Bekanntmacher genug trauen, f�r ihren Schl�ssel zu b�rgen. Sie k”nnen ihren beglaubigten Schl�ssel in einigen Mailboxen ablegen. Wenn sie jemandes Schl�ssel beglaubigen, senden sie ihm eine Kopie, damit er ihre Unterschrift in seine Schl�sseldatei aufnehmen kann. Achten sie darauf, das niemand ihren eigenen ”ffentlichen Schl�sselbund ver„ndern kann. Das �berpr�fen neuer Schl�ssel ist unbedingt von der Integrit„t der Schl�ssel ihres Schl�sselbundes abh„ngig. Behalten sie physikalische Kontrolle �ber ihren geheimen Schl�sselbund, bevorzugterweise auf ihrem eigenen PC, nicht auf einem entfernten (z.B. Netzwerserver), genauso wie sie es mit ihrem geheimen Schl�sselbund machen. Dies, um die Schl�ssel vor Ver„nderung zu sch�tzen, nicht um sie geheimzuhalten. Behalten sie immer Sicherheitskopien ihrer Schl�sselbunde auf schreibgesch�tzten Medien. Weil ihr eigener ”ffentlicher Schl�ssel als 'oberste Autorit„t' zum direkten oder indirekten Beglaubigen aller anderen Schl�ssel benutzt wird, ist er der wichtigste zu sch�tzende Schl�ssel. Um unerw�nschte Ver„nderungen zu erkennen, k”nnen sie PGP anweisen, ihren Schl�ssel mit einer Sicherheitskopie auf einem schreibgesch�tzten Medium gegenzutesten. Eine genauere Beschreibung dieser M”glichkeit finden sie in der Anleitung zum '-kc'-Kommando 'Schl�sselbund�berpr�fung' im Teil II der Dokumentation. PGP nimmt generell an, das sie physische Sicherheit �ber ihr Sytem, ihre Schl�sselbunde und nat�rlich PGP selbst haben. Wenn ein Angreifer PGP selbst ver„ndern kann, kann er eventuell die Sicherheitsmaánahmen ausschalten, die PGP hat, ihre Schl�ssel zu sch�tzen. Ein etwas komplizierter Weg, ihren Schl�sselbund zu sch�tzen w„hre, wenn sie die gesamte Schl�sseldatei mit ihrem geheimen Schl�ssel unterschreiben. Sie k”nnen eine separate Unterschriftsdatei mit dem Befehl '-sb' erzeugen (siehe Abschnitt: 'Unterschriften von Nachrichten abtrennen' im Teil II). Ungl�cklicherweise brauchen sie immer noch eine Sicherheitskopie ihres ”ffentlichen Schl�ssels, um die Integrit„t der Beglaubigung zu �berpr�fen. Benutzen sie dazu nicht den Schl�ssel aus der beglaubigten Unterschriftsdatei, den diesen wollen sie ja gerade �berpr�fen. Wie erkennt PGP ob Schl�ssel in Ordnung sind ? ---------------------------------------------- Bevor sie diesen Abschnitt lesen, sollten sie den Abschnitt 'Wie sch�tzen sie ihre ”ffentlichen Schl�ssel' (siehe oben) lesen. PGP stellt automatisch fest, welche Schl�ssel in ihrem ”ffentlichem Bund von Leuten beglaubigt sind, denen sie trauen. Alle was sie zu tun haben ist, PGP mitzuteilen, welchen Leuten sie als Bekanntmacher trauen, und deren Schl�ssel mit ihrem eigenen absolut vertrauensw�rdigen Schl�ssel zu beglaubigen. PGP kann so von diesen Leuten beglaubigte Schl�ssel automatisch g�ltig machen. Und nat�rlich k”nnen sie auch selbst Schl�ssel beglaubigen. Mehr dazu sp„ter. Es gibt zwei v”llig unabh„ngige Kriterien, nach denen PGP entscheidet, ob ein ”ffentlicher Schl�ssel in Ordnung ist - bringen sie diese nicht durcheinander: 1) Geh”rt der Schl�ssel wirklich dem, dem er zu geh”ren scheint ? Mit anderen Worten, hat er eine vertraute Beglaubigung ? 2) Geh”rt er jemandem, dem sie trauen, wenn er andere Schl�ssel beglaubigt ? PGP kann die Antwort auf die erste Frage selbst feststellen. Um die zweite Frage zu beantworten, braucht PGP Hilfe von ihnen, dem Benutzer. Wenn sie die zweite Frage beantworten, kann PGP die Antwort auf die erste Frage selbst finden, wenn es feststellt, das ein Benutzer einen neuen Schl�ssel beglaubigt hat, den sie vertrauen. Schl�ssel, die von vertrauten Bekanntmachern beglaubigt sind, werden von PGP als g�ltig behandelt. Schl�ssel, die vertrauten Bekanntmachern geh”ren, m�ssen selbst entweder von ihnen oder anderen vertrauten Bekanntmachern beglaubigt sein. PGP erlaubt ihnen auch, verschiedene 'Tauglichkeitsgrade' f�r Bekannmacher zu vergeben. Ihr Vertrauen in Schl�sselbesitzer reflektiert nicht nur ihre Meinung von deren personalen Integrit„t, sondern sollte auch darauf basieren, wie gut diese Leute die Schl�sselverwaltung beherrschen. Sie k”nnen eine Person f�r PGP deklarieren als -unbekannt, -nicht vertrauensw�rdig, -vertrauensw�rdig und -absolut vertrauensw�rdig, andere Schl�ssel zu beglaubigen. Diese 'Vertrauensinformation' wird in ihrem Schl�sselbund auf den Schl�sseln gespeichert, wird aber von PGP nicht mitkopiert, wenn sie Schl�ssel extrahieren, weil ihre pers”nliche Meinung als vertraulich angesehen wird. Wenn PGP die G�ltigkeit eines Schl�ssel feststellt, �berpr�ft es die 'Vertrauenslevel' der Beglaubigungen auf dem Schl�ssel. Es errechnet einen gewichteten Vertrauensindex f�r die G�ltigkeit, z.B. sind zwei vertrauensw�rdige Beglaubigungen so gut wie eine absolut vertrauensw�rdige. PGP's Skepsis ist einstellbar, sie k”nnen es anweisen, das zwei absolute oder drei vertrauensw�rdige Beglaubigungen n”tig sind, um einen Schl�ssel g�ltig zu machen. Ihr eigener Schl�ssel ist f�r PGP 'definitiv' g�ltig, er ben”tigt keine Beglaubigungen um ihn absolut vertrauensw�rdig zu machen. PGP weiá, welche ”ffentlichen Schl�ssel ihnen geh”ren, indem es die zugeh”rigen geheimen im Schl�sselbund sucht. PGP nimmt auch an, das sie sich selbst absolut vertrauen, andere Schl�ssel zu beglaubigen. Mit der Zeit werden sie Schl�ssel anderer Leute sammeln, die sie als vertraute Bekanntmacher deklarieren. Jeder andere wird auch seine vertrauten Bekanntmacher w„hlen. Und jeder wird mit seinen Schl�ssel eine Anzahl Beglaubigungen sammeln, in der Hoffnung, das jeder, der ihn erh„lt wenigstens einer oder zwei vertraut. Dies wird ein dezentralisiertes fehlertolerantes Netz der Sicherheit f�r alle ”ffentlichen Schl�ssel schaffen. Diese einzigartige Vorgehensweise steht im scharfen Kontrast zu den Standardschemen, welche die Regierung benutzt, wie das 'Internet Privacy Enhanced Mail' (PEM) welche auf zentraler Kontrolle basieren. Diese Standardschemen verlassen sie auf eine Hierarchie von Zertifizierungs- autorit„ten, die vorschreiben, wem man zu vertrauen hat. PGP's dezentralisierte Wahrscheinlichkeitsmethode f�r die Feststellung der G�ltigkeit von ”ffentlichen Schl�sseln ist das Herzst�ck seiner Schl�sselverwaltung. PGP l„át sie ausw„hlen, wem sie vertrauen und setzt sie auf die Spitze der Vertrauenspyramide. PGP ist f�r Menschen, die es bevorzugen, ihre Fallschirme selbst zu packen. Wie sch�tzen sie geheime Schl�ssel -------------------------------------- Sch�tzen sie ihren geheimen Schl�ssel und seinen Sicherheitssatz gut. Wirklich, wirklich gut. Wenn ihr geheimer Schl�ssel je bekannt wird, teilen sie das besser jeder interessierten Partei mit (viel Gl�ck), bevor irgendjemand ihn benutzt, um in ihrem Namen Unterschriften zu machen. Er k”nnte zum Beispiel benutzt werden, um gef„lschte Schl�sselzertifikate zu beglaubigen, was vielen Leuten Probleme bereiten k”nnte, speziell wenn Sie groáes Vertrauen genieáen. Und nat�rlich, ein Bekanntwerden Ihres geheimen Schl�ssel gef„hrdet auch alle Nachrichten, die an sie geschickt werden. Um ihren geheimen Schl�ssel zu sch�tzen, fangen sie am besten damit an, immer physische Kontrolle �ber ihn zu behalten. Es ist OK, ihn auf ihrem Heimcomputer zu speichern, oder sie k”nnen ihn auf ihrem Notebook halten, das sie mit sich herumtragen k”nnen. Wenn sie einen B�rocomputer benutzen m�ssen, �ber den sie nicht immer die Kontrolle haben, behalten sie den Schl�ssel auf einer schreibgesch�tzten Diskette, die sie nicht im B�ro zur�cklassen sollten, wenn sie gehen. Es ist keine gute Idee, ihren Schl�ssel auf einem Fern-PC, wie einem remote dail-in Unix-System, zu haben. Jemand k”nnte ihre Modem-Leitung abh”ren, ihren Sicherheitssatz herausfinden und dann den Schl�ssel vom Fern-PC holen. Benutzen sie ihren Schl�ssel nur auf einem PC, den sie kontrollieren k”nnen. Speichern sie ihren Sicherheitssatz nicht auf dem gleichen Computer wie ihre geheime Schl�sseldatei. Das w„hre ungef„hr so gef„hrlich, wie ihre Geheimzahl in der Geldb”rse mit ihrer Scheckkarte aufzubewahren. Niemand anders sollte die Diskette mit der geheimen Schl�sseldatei in die H„nde bekommen. Am besten w„hre es, sie merken sich den Sicherheitssatz gut und schreiben ihn nirgends auf. Wenn sie ihn sich aufschreiben m�ssen, sch�tzen sie ihn gut, vielleicht sogar besser als ihre geheime Schl�sseldatei. Behalten sie Sicherungsdateien ihrer geheimen Schl�sseldatei -- denken sie daran, daá nur sie die geheimen Schl�ssel besitzen. Wenn sie diese verlieren werden alle von ihnen verteilten ”ffentlichen Schl�ssel nutzlos. Das dezentralisierte Schl�sselmanagement hat seine Vorteile, aber das bedeutet auch, das wir uns nicht auf eine zentrale Liste ung�ltig gemachter Schl�ssel verlassen k”nnen. Das macht es ein wenig schwieriger, den Schaden gering zu halten, wenn der geheime Schl�ssel bekannt wird. Sie m�ssen einfach in den Wald rufen und hoffen, das jeder es h”rt. Wenn der schlimmste Fall eintritt-- ihr geheimer Schl�ssel und ihr Sicherheitssatz fallen in falsche H„nde (hoffentlich finden sie das irgendwie heraus) -- m�ssen sie ein 'Schl�ssel bekannt geworden'- Zertifikat ausgeben. Dieses Zertifikat warnt andere Leute vor der Benutzung ihres ”ffentlichen Schl�ssels. PGP kann mit dem Befehl '-kd' ein solches Zertifikat f�r sie erstellen. Sie m�ssen es dann irgendwie zu jedem auf diesem Planeten schicken, oder wenigstens zu ihren Freunden und deren Freunden, usw. Deren PGP wird dieses Zertifikat in die ”ffentlichen Schl�sselringe einbauen und sie automatisch davon abhalten, ihren ”ffentlichen Schl�ssel zu benutzen. Sie k”nnen jetzt ein neues Schl�sselpaar erzeugen und den neuen ”ffentlichen Schl�ssel mit dem Ung�ltigkeitszertifikat absenden. Einen ”ffentlichen Schl�ssel zur�cknehmen ----------------------------------------- Nehmen wir an, ihr geheimer Schl�ssel und ihre Sicherheitssatz sind irgendwie beide bekannt geworden. Sie m�ssen diese Nachricht in der Welt verbreiten, damit niemand mehr ihren ”ffentlichen Schl�ssel verwendet. Um das zu tun, m�ssen sie ein 'Schl�ssel bekannt geworden'- oder 'Schl�sselr�cknahme'-Zertifikat herausgeben. Um ein R�cknahmezertifikat zu erstellen, benutzen sie die -kd -Option: pgp -kd ihre_userid Dieses Zertifikat tr„gt ihre Unterschrift, mit dem gleichen Schl�ssel, den sie zur�cknehmen wollen. Sie sollten dieses Zertifikat so schnell wie m”glich weit verbreiten. Andere Leute k”nnen es dann zu ihren Schl�sselbunden hinzuf�gen, und ihr PGP wird sie davon abhalten, den zur�ckgenommenen Schl�ssel aus Versehen wieder zu benutzen. Sie k”nnen dann ein neues Schl�sselpaar erzeugen und den neuen ”ffentlichen Schl�ssel verbreiten. Sie k”nnen ihren ”ffentlichen Schl�ssel auch aus anderen Gr�nden als einem Bekanntwerden des geheimen Schl�ssel zur�cknehmen wollen. Dazu verwenden sie den gleichen Mechanismus wie oben. Was, wenn sie ihren geheimen Schl�ssel verlieren ? -------------------------------------------------- Normalerweise, wenn sie ihren ”ffentlichen Schl�ssel zur�cknehmen wollen, k”nnen sie ein R�cknahmezertifikat erstellen, das mit ihrem geheimen Schl�ssel unterschrieben ist (siehe 'Einen ”ffentlichen Schl�ssel zur�cknehmen'). Aber was, wenn sie ihren geheimen Schl�ssel verlieren, oder er zerst”rt wird ? Sie k”nnen ihren ”ffentlichen Schl�ssel nicht selbst zur�cknehmen, da sie ihren geheimen brauchen, um zu unterschreiben, den sie aber nicht mehr haben. Eine sp„tere Version von PGP wird eine sicherere Methode enthalten, Schl�ssel in diesen F„llen zur�ckzunehmen, indem es vertrauten Bekanntmachern erlaubt, ihr R�cknahmezertifikat zu unterschreiben. Zur Zeit aber m�ssen sie die Nachricht so weit wie m”glich selbst verbreiten, indem sie andere Benutzer bitten, ihren ”ffentlichen Schl�ssel in deren Schl�sselbunden 'auszuschalten'. Andere Nutzer k”nnen ihren Schl�ssel im Schl�sselbund abschalten, indem sie das '-kd'-Kommando benutzen. Wenn eine User_ID angegeben wird, die nicht im geheimen Schl�sselbund vorhanden ist, wird PGP nach dem zugeh”rigen ”ffentlichen Schl�ssel suchen und diesen als ung�ltig markieren. Ein so markierter Schl�ssel kann nicht zum Verschl�sseln von Nachrichten verwendet werden, und er kann auch nicht mit dem '-kx'- Kommando aus dem Schl�sselbund heraus kopiert werden. Es k”nnen damit immer noch Unterschriften gepr�ft werden, aber dann wird eine Warnung angezeigt. Wenn ein Benutzer versucht, den selben Schl�ssel nocheinmal zum Schl�sselbund hinzuzuf�gen, wird das nicht funktionieren, weil dieser sich schon im Bund befindet. Diese Funktionen helfen, die weitere Verbreitung ung�ltiger Schl�ssel zu verhindern. Wenn die gew�nschte ”ffentliche Schl�ssel schon ung�ltig ist, wird sie PGP fragen, ob sie ihn wieder g�ltig machen wollen. Erweiterte Themen ================= Die meisten erweiterten Funktionen von PGP werden in der 'PGP User's Guide, Teil II' behandelt. Aber es gibt noch einige, die hier erw„hnt werden sollen. Verschl�sselte Texte �ber E-mail: Das Radix-64-Format ----------------------------------------------------- Viel e-mail-Systeme lassen nur Texte im ASCII-Format zu, nicht die 8-bit Bin„rdaten, aus denen die Chiffrate bestehen. Um dieses Problem zu umgehen, unterst�tzt PGP das ASCII radix-64-Format f�r Chiffratdateien, das „hnlich dem 'Internet Privacy-Enhanced Mail' (PEM) oder dem Internet MIME-Format ist. Dieses spezielle Format repr„sentiert 8-bit Bin„rdaten mit druckbaren ASCII-Zeichen und ist so n�tzlich, um verschl�sselte bin„re Daten �ber 7-bit Kan„le oder normale e-mail zu versenden. Dieses Format funktioniert als eine Art 'Transportpanzer', der die Daten beim Durchgang durch das Internet vor Ver„nderung sch�tzt. PGP benutzt auch eine CRC, um �bertragungsfehler herauszufiltern. Radix-64 konvertiert die Daten, indem Gruppen von jeweils 3 Bin„rbytes in 4 druckbare Zeichen umgewandelt werden, also werden die Daten um ca. 33% gr”áer. Aber diese Gr”áenzunahme ist nicht so schlimm, wenn sie bedenken, das PGP die Datei meist vorher um mehr als das komprimiert hat, bevor sie verschl�sselt wurde. Um ein Chiffrat im Radix-64-Format zu erzeugen, h„ngen sie die Option 'a' an, wenn sie eine Nachricht verschl�sseln oder unterschreiben, z.B.: pgp -esa nachrich.txt seine_userid Dieses Beispiel erzeugt ein Chiffrat namens 'nachrich.asc', das die Daten im MIME-„hnlichen Radix-64 Format enth„lt. Diese Datei kann leicht in einen Texteditor oder 7-Bit-Kan„le geladen oder als normale e-mail verschickt werden. Eine Radix-64 transportgesch�tzte Nachricht zu entschl�sseln ist kein Unterschied zur normalen Vorgehensweise. z.B.: pgp nachrich PGP sucht automatisch erst nach der ASCII-Datei 'nachrich.asc', bevor es nach der Bin„rdatei 'nachrich.pgp' sucht. Es erkennt, das die Datei Radix-64 ist und konvertiert sie nach bin„r zur�ck, wobei es als Nebenprodukt eine '.pgp' in Bin„rform erzeugt. Die entg�ltige Ausgabe ist der normale Text, wie er in der Datei 'nachrich.txt' war. Die meisten E-mail Stationen verbieten das Senden von Nachrichten, die l„nger als 50000 oder 65000 Bytes sind. L„ngere Nachrichten m�ssen in kleinere Bl”cke gespalten und einzeln �bertragen werden. Wenn die verschl�sselte Nachricht sehr lang ist, und sie radix-64 verlangen, spaltet PGP sie automatisch in Bl”cke auf, die klein genug sind, um sie per E-mail zu �bertragen. Diese Bl”cke werden in Dateien mit den Endungen '.as1', '.as2', 'as3', usw. aufgeteilt. Der Empf„nger muá diese einzelnen Dateien wieder in der richtigen Reihenfolge zu einer groáen zusammenf�gen, bevor er sie entschl�sseln kann. W„hrend der Entschl�sselung ignoriert PGP alle Texte, die nicht in den radix-64- blocks eingeschlossen sind. Wenn sie einen ”ffentlichen Schl�ssel im radix-64 verschicken wollen, h„ngen sie einfach die Option '-a' an, wenn sie den Schl�ssel aus dem Bund herauskopieren. Wenn sie vergessen haben, die -a-Option zu benutzen, k”nnen sie das Chiffrat immer noch direkt in's radix-64 konvertieren, indem sie die Option -a allein benutzen, ohne eine Verschl�sselungsoption anzugeben. PGP gibt der konvertierten Datei die Endung '.asc'. Wenn sie eine Nachricht unterschreiben, ohne sie zu verschl�sseln, wird PGP die Datei normalerweise komprimieren, wodurch sie aber f�r den menschlichen Leser unkenntlich wird. Das w„hre nicht weiter st”rend, wenn die unterschriebene Datei nur archiviert werden soll. Aber wenn sie die unterschriebene Nachricht als E-mail verschicken wollen, und die Nachricht ist in Text-(nicht bin„r)form, gibt es eine M”glichkeit, die Datei unkomprimiert zu versenden und das radix-64 nur auf die bin„re Unterschrift anzuwenden, nicht auf die Nachricht selbst. Dadurch kann der Empf„nger die Nachricht auch ohne Hilfe von PGP lesen. Nat�rlich braucht er trotzdem PGP, wenn er die Unterschrift pr�fen will. Mehr Informationen zu diesem Thema finden sie in der Erkl„rung zum Parameter CLEARSIG im Abschnitt 'Konfigurationsparameter setzen' im Teil II der Dokumentation. Manchmal wollen sie vielleicht einfach nur bin„re Daten �ber E-mail versenden, die nicht mit PGP verschl�sselt oder unterschrieben sind. Manche Leute benutzen das Unix-Utility uuencode daf�r. PGP kann auch daf�r benutzt werden, wenn sie nur die Option '-a' verwenden, auáerdem arbeitet es besser als uuencode. Weitere Details finden sie im Abschnitt 'PGP als besseres Uuencode verwenden' im Teil II. die Umgebungsvariable f�r den PGP-Pfadnamen ------------------------------------------- PGP benutzt einige spezielle Dateien f�r seine Zwecke, wie etwa die Schl�sselbunddateien 'pubring.pgp' und 'secring.pgp', die Datei mit den Zufallsgeneratorstartwerten 'randseed.bin', die Konfigurationsdatei 'config.txt' (oder 'pgp.ini', oder '.pgprc'), und die �bersetzungsdatei 'language.txt'. Diese Dateien k”nnen sich in einem beliebigen Verzeichnis befinden, wenn sie Umgebungsvariable 'PGPPATH' auf den Pfadnamen gesetzt ist. Zum Beispiel bewirkt das MSDOS-Kommando SET PGPPATH=C:\PGP, das PGP annimmt, der Dateiname ihres ”ffentlichen Schl�sselbundes ist 'C:\PGP\pubring.pgp', nat�rlich vorrausgesetzt, das Verzeichnis existiert. Benutzen sie ihren Lieblingseditor, um diese Variable in der AUTOEXEC.BAT bei jedem Systemstart zu setzen. Wenn sie nicht definiert wird, nimmt PGP an, das sich die Dateien im aktuellen Verzeichnis befinden. Setzen der Parameter in der Konfigurationsdatei ----------------------------------------------- PGP verf�gt �ber eine Zahl Benutzerdefinierbare Parameter, die in einer speziellen Konfigurationsdatei namens 'config.txt', welche sich in dem Verzeichnis befindet, welches die Umgebungsvariable PGPPATH angibt. Die Konfigurationsdatei erlaubt dem User, bestimmte Einstellungen zu treffen, ohne die Last, sie jedesmal in der Befehlszeile angeben zu m�ssen. Wegen der unterschiedlichen Namensvergabe auf verschiedenen Betriebssystemen kann der Name auf Unix-Systemen auch '.pgprc', auf MSDOS auch 'pgp.ini' sein. Mit diesen Konfigurationsparametern k”nnen sie zum Beispiel kontrollieren, wo PGP seine tempor„ren Dateien ablegt, welche Sprache es f�r Ausgaben und Nachrichten benutzt oder sie k”nnen PGP's Skepsis einstellen, die es zum Berechnen der G�ltigkeit eines Schl�ssels benutzt. Weitere Informationen zum Setzen der Konfigurationsparameter erhalten sie im entsprechenden Abschnitt des Teil II. Angreifbarkeit -------------- Kein Datensicherheitssystem ist unangreifbar. PGP kann auf verschiedenen Wegen hintergangen werden. M”gliche Angreifbarkeiten schlieáen ein: Bekanntwerden ihres geheimen Schl�ssels oder des Schutzsatzes, Ver„nderung ”ffentlicher Schl�ssel, gel”schte Dateien, die immer noch auf ihrer Festplatte sind, Viren und Trojanische Pferde, L�cken in der physikalischen Sicherheit, elektromagnetische Emmissionen, ungesch�tzte multi-user Systeme, Datenverkehranalyse oder sogar direkte Kryptoanalyse. Eine detailierte Er”rterung zu diesem Thema finden sie im Abschnitt 'Angreifbarkeiten' im Teil II. Vorsicht vor falschen Versprechungen ==================================== Wenn sie ein kryptografisches Softwarepacket anschauen, bleibt immer die Frage: Warum sollen sie diesem Produkt vertrauen ? Auch wenn sie den Quellcode selbst angesehen haben, nicht jeder hat die kryptologische Erfahrung, die Sicherheit einzusch„tzen. Selbst wenn sie ein erfahrener Kryptograf sind, k”nnen ihnen immer noch Schwachstellen in den Algorithmen entgehen. Als ich am Anfang der Siebziger Jahre auf dem College war, erfand ich etwas, von dem ich glaubte, es sein ein brilliantes Verschl�sselungsschema. Eine Folge von Zufallszahlen wurde zu einer Folge von zu verschl�sselnden Zeichen addiert, um das Chiffrat zu erzeugen. Das w�rde jede Frequenzanalyse unm”glich machen und nicht einmal von den Regierungsbeh”rden geknackt werden k”nnen. Ich war so zufrieden mit meiner Entdeckung. So sicher. Einige Jahre sp„ter entdeckte ich das gleiche Schema in einigen einf�hrenden kryptologischen Texten und Lehrpapieren. Wie sch”n. Anderen Kryptologen war das gleiche Schema eingefallen. Ungl�cklicherweise wurde dieses Schema als ein einfaches Beispiel gezeigt, wie man elementare kryptoanalytische Techniken verwenden konnte, um es recht einfach zu knacken. Soviel zu meinem brillianten Schema. Aus dieser Erfahrung lernte ich, wie leicht es doch ist, in einen falschen Glauben der Sicherheit zu verfallen, wenn man einen Verschl�sselungsalgorithmus entwickelt. Die meisten Leute erkennen nicht, wie teuflisch schwierig es ist, einen Algorithmus zu entwickeln, der einem anhaltendem und zielgerichteten Angriff eines versierten Gegners standhalten kann. Viele Mainstream-Programmierer haben auch solche naiven (meist sogar das gleiche) Verschl�sselungsschemen entwickelt und einige von diesen sind in kommerzielle Softwarepackete integriert und f�r gutes Geld an tausende von leichtgl„ubigen Nutzern verkauft worden. Das ist wie defekte Sicherheitsgurte zu verkaufen, die gut aussehen, sich gut anf�hlen, aber beim kleinsten Crashtest zerreiáen. Sich auf sie zu verlassen k”nnte gef„hrlicher sein, als �berhaupt keine Gurte zu benutzen. Niemand vermutet, daá sie gef„hrlich sind, bis zum ersten Unfall. Wenn sie sich auf schwache kryptografische Software verlassen, k”nnten sie unwissentlich geheime Informationen einem Risiko aussetzen. Das h„tten sie vermutlich nicht getan, wenn sie keine kryptografische Software h„tten. Vielleicht finden sie aber sogar niemals heraus, das ihre Daten bekannt geworden sind. Manchmal benutzen kommerzielle Produkte den 'Federal Data Encryption Standard' (DES), einen ziemlich guten Algorithmus, der von der Regierung f�r kommerzielle Anwendung empfohlen wird (allerdings nicht f�r geheime Regierungsdaten, mmmh...). Es gibt mehrere Arbeitsmodi, die DES benutzen kann, wovon einige besser als andere sind. Die Regierung empfiehlt, nicht den schw„chsten Modus f�r Nachrichten zu verwenden, den 'Elektronisches Codebuch' (ECB) Modus. Aber sie empfehlen die st„rkeren und komplexeren Modi 'Chiffratr�ckf�hrung' (Chiper-Feedback - CFB) oder Chiffratblockverkettung (Chiperblock-Chaining - CBC). Ungl�cklicherweise benutzen die meisten kommerziellen Produkte, welche ich mir angeschaut habe, den ECB-Modus. Als ich mit einigen Programmierern dieser Produkte dar�ber sprach, sagten diese, sie h„tten noch nie von den CFB und CBC-Modi geh”rt und w�áten nichts �ber die Schw„chen des ECB-Modes. Der Fakt, das sie noch nicht einmal genug Kryptologie gelernt haben, um diese elementaren Konzepte zu kennen, ist nicht sehr beruhigend. Und manchmal verwalten sie ihre DES-Schl�ssel auf unzureichende oder sehr unsichere Art. Auch enthalten diese Programme meist einen zweiten schnelleren Algorithmus, der anstatt des langsamen DES benutzt werden kann. Der Autor des Programms denkt meist, sein eigener schnellerer Algorithmus ist genauso sicher wie DES, aber beim Nachfragen stelle ich dann gew”hnlich fest, das dieser nur eine Variation meines so brillianten aus College-Zeiten ist. Oder vielleicht will er mir sein eigenes Verschl�sselungsschema gar nicht preisgeben, aber er versichert mir, es sei brilliant und ich sollte ihm vertrauen. Ich bin sicher, er glaubt sein Algorithmus ist brilliant, aber wie kann ich das wissen, ohne ihn zu sehen ? Bei aller Fairness muá ich feststellen, daá in den meisten F„llen diese schrecklich schwachen Produkte nicht von Firmen kommen, die sich auf kryptografische Technologien spezialisiert haben. Sogar die wirklich guten Softwarepackete, die DES in korrekter Weise verwenden, haben immer noch Probleme. Das Standard-DES benutzt einen 56-bit Schl�ssel, der f�r heutige Anforderungen zu klein ist, und jetzt auch leicht mit simplem 'Durchprobieren' aller Schl�ssel auf Hochgeschwindigkeitsmaschinen knackbar ist. DES ist am Ende seines n�tzlichen Lebens angelangt, und somit auch alle Software, die es benutzen. Es gibt eine Firma, genannt AccessData (87 East 600 South, Orem, Utah 84058, Telefon 1-800-658-5199) welche ein Softwarepacket f�r $185 verkauft, das die eingebauten Verschl�sselungen von Lotus 1-2-3, MS Excel, Symphony, Quattro Pro, Paradox, und MS Word 2.0 knackt. Es r„t nicht einfach Passw”rter -- es macht echte Kryptoanalyse. Einige Leute kaufen es, wenn sie die Passworte zu ihren eigenen Dateien vergessen haben. Beh”rden kaufen es auch, damit sie die Dateien lesen k”nnen, die sie beschlagnahmen. Ich habe mit Eric Thompson, dem Autor, gesprochen. Er sagt, sein Programm braucht nur Bruchteile einer Sekunde, um sie zu knacken, aber er hat ein paar Warteschleifen eingebaut, damit es f�r den K„ufer nicht zu einfach aussieht. Er sagte mir auch, das die Passwort- Option von PKZIP auch oft einfach geknackt werden kann, und seine beh”rdlichen Kunden haben diesen Service schon von einem anderen Anbieter. Mit Kryptografie ist es wie mit Arzeneimitteln. Ihre Integrit„t kann absolut entscheident sein. Schlechtes Penizillin sieht genauso aus wie gutes Penizillin. Sie k”nnen feststellen, ob ihre Tabellenkalkulation falsch rechnet, aber wie stellen sie fest, ob ihre kryptografische Software schwach ist ? Das Chiffrat einer schwachen Software sieht genauso aus wie das einer starken. Es gibt eine Menge falsche Versprechungen da drauáen. Aber im Gegensatz zu den alten Patent- Quacksalbern von fr�her wissen diese Programmierer meist noch nicht einmal, das ihr Zeug nichts taugt. Sie m”gen gute Softwareentwickler sein, haben aber meist keine akademische Literatur �ber Kryptologie gelesen. Aber sie denken, sie k”nnten gute Verschl�sselungssoftware schreiben. And warum auch nicht ? Es scheint ziemlich einfach zu sein, dies zu tun. Und ihre Programme scheinen ja auch zu funktionieren. Jeder der glaubt, einen unknackbaren Verschl�sselungsalgorithmus entwickelt zu haben, ist entweder ein absolutes Genie oder naiv und unerfahren. Ungl�cklicherweise muá ich mich manchmal mit M”chtegern- Kryptologen herumschlagen, die PGP mit selbstentwickelten Algorithmen 'verbessern' wollen. Ich erinnere mich and ein Gespr„ch mit Brian Snow, einem hochdotiertem Kryptologen der NSA. Er sagt, er w�rde nie einem Algorithmus vertrauen, der nicht von jemandem entwickelt wurde, der nicht erst lange Zeit damit verbracht hat, Codes zu knacken. Das macht sehr viel Sinn. Ich habe festgestellt, das praktisch niemand in der kommerziellen Welt der Kryptologie unter diesem Kriterium qualifiziert ist. 'Ja', sagte er mit einem selbstsicherem L„cheln, 'Und das macht unsere Arbeit bei der NSA um so vieles leichter.' Ein unangenehmer Gedanke. Ich bin auch nicht qualifiziert. Die Regierung ist auch mit falschen Versprechungen hausieren gegangen. Nach dem II.Weltkrieg verkauften die USA deutsche Enigma-Chiffrierger„te an L„nder der dritten Welt. Aber sie sagten ihnen nicht, das die Allierten die Enigma w„hrend des Krieges geknackt hatten. Das wurde sogar f�r viele Jahre geheimgehalten. Sogar heute noch verwenden viele Unix-Systeme weltweit das Enigma-Chiffre zur Dateiverschl�sselung, teilweise weil die Regierung legale Hindernisse gegen bessere Algorithmen geschaffen hat. Sie hat sogar versucht, die Ver”ffentlichung des RSA-Algorithmus 1977 zu verhindern. Und sie hat fast alle kommerziellen Anstrengungen verhindert, effektive sichere Telefone f�r die ™ffentlichkeit zu entwickeln. Die Hauptaufgabe der US-Beh”rde National Security Agency (NSA) ist, Informationen zu sammeln, haupts„chlich, indem sie private Kommunikationskan„le abh”ren (siehe James Bamford's Buch, 'The Puzzle5 Palace'). Die NSA hat beachtliche Erfahrung und M”glichkeiten, Codes zu knacken. Wenn die Leute keine gute Kryptografie bekommen k”nnen, um sich selbst zu sch�tzen, macht das die Arbeit der NSA viel einfacher. Die NSA hat auch die Aufgabe, neue Algorithmen zu entwickeln und vorzuschlagen. Einige Kritiken nennen dies einen Interessenkonflikt, wie etwa den Fuchs als Bewacher f�r das H�hnerhaus zu benutzen. Die NSA empfiehlt einen konventionellen Verschl�sselungsalgorithmus, den sie selbst entwickelt haben, aber sie erz„hlen nicht, wie er funktioniert, denn das ist geheim. Aber sie wollen, das andere ihm trauen und ihn benutzen. Aber jeder Kryptologe wird ihnen sagen, das ein guter Algorithmus nicht geheim sein muá, um sicher zu sein. Nur die Schl�ssel m�ssen gesch�tzt werden. Wie kann irgend jemand anders wirklich wissen, ob der geheime NSA-Algorithmus sicher ist ? Es sollte f�r die NSA nicht schwer sein, einen Algorithmus zu entwickeln, den nur sie knacken kann, weil ihn niemand anders untersuchen kann. Verkauft sie etwa absichtlich falsche Versprechungen ? Es gibt haups„chlich drei Faktoren, welche die Qualit„t kommerzieller Software in den USA untergraben haben. Der erste ist das Fehlen von Kompetenz bei den Programmierern kommerzieller Verschl�sselungssoftware (obwohl sich das seit der Ver”ffentlichung von PGP zu „ndern beginnt). Jeder Softwareentwickler glaubt von sich, ein Kryptologe zu sein, was zu einer groáen Anzahl wirklich schlechter Verschl�sselungsprogramme gef�hrt hat. Der zweite ist, das die NSA absichtlich und systematisch jede gute kommerzielle Kryptotechnologie unterdr�ckt, sei es durch rechtlichen oder ”konomischen Druck. Ein Teil dieses Druckes wird durch strenge Exportkontrollen erreicht, welche durch die ™konomie des Softwaremarketings auch auf die Verbreitung 'h„uslicher' Verschl�sselungstechnik verlangsamend wirkt. Die n„chste Methode der Unterdr�ckung ist die Vergabe aller Patente f�r die Algorithmen der RSA- Verschl�sselung an eine einzelne Firma, welche dann die Verbreitung dieser Techniken kontrollieren kann. Im Endeffekt gab es wegen dieser Punkte bis zur Ver”ffentlichung von PGP so gut wie keine hochsichere ”ffentlich verf�gbare Verschl�sselungssoftware in den USA. Ich bin mir �ber die Sicherheit von PGP nicht mehr so sicher, wie ich mir �ber meine brilliante Verschl�sselungssoftware auf College-Zeiten sicher war. Wenn ich es w„hre, w„hre das ein schlechtes Zeichen. Aber ich bin mir ziemlich sicher, das PGP keine groben Schw„chen besitzt (obwohl es Bugs enthalten k”nnte). Die Kryptoalgorithmen wurden von Menschen entwickelt, die hohe akademische Grade in ziviler Kryptologie besitzen und wurden jeder einzeln sehr genau gepr�ft. Der Quellcode ist verf�gbar, um das Programm �berpr�fbar zu machen und die Žngste einiger Benutzer zu zerstreuen. Es ist sehr gut erforscht und es stecken Jahre der Arbeit in diesem Programm. Ich hoffe, es braucht keinen allzu groáen 'Vertrauenssprung', um an die Sicherheit von PGP zu glauben. Hinweise f�r Macintosh-Benutzer =============================== PGP wurde urspr�nglich f�r MSDOS und Unix-Maschinen entwickelt. Es gibt auch eine Apple Macintosh-Version von PGP. Diese Dokumentation ist f�r die MSDOS/Unix-Versionen, welche ein Kommandozeileninterface f�r alle PGP-Funktionen verwenden. Auf dem MAC werden alle Funktionen durch Pull- Down-Menus und Dialogboxen gesteuert. Es gibt auf dem MAC auch eine Online-Hilfe zur Benutzung von MacPGP, und es sollte im MacPGP-release auch eine MAC-spezifische Dokumentation geben. Die meiste gute Mac-Software ist direkt f�r den Mac geschrieben, nicht einfach von anderen Betriebssystemen portiert worden. Ungl�cklicherweise wurde die aktuelle Mac-Version von PGP nicht direkt f�r den Mac geschrieben. Sie wurde von Zbigniew Fiedorwicz von der MSDOS/Unix- Version portiert. Weil die MSDOS/Unix-Version nicht f�r ein GUI (grafisches Userinterface) geschrieben wurde, war die Portierung keine leichte Aufgabe, und es gibt immer noch viele Bugs. Eine 'Alles-Neu'- Version von PGP, welche f�r eine leichte Adaption auf ein GUI gedacht ist, ist in der Entwicklung. Aus diesem neuen Quellcode wird auch eine Mac-Version entstehen. Sie wird mehr Mac-artig und zuverl„ssiger sein. Trotz der Fehler, welche die aktuelle Mac-Version enth„lt, ist es wichtig, herauszustellen, wenn Zbigniew auf die 'Alles-Neu'-Version mit der Portierung gewartet h„tte, w„hre PGP der Mac-Welt viel zu lange nicht zug„nglich gewesen. PGP Schnellreferenz =================== In diesem Abschnitt finden sie eine Zusammenfassung der PGP-Befehle. Um eine Nachricht mit dem ”ffentlichen Schl�ssel des Empf„ngers zu verschl�sseln: pgp -e texdatei seine_userid Um eine Nachricht mit ihrem geheimen Schl�ssel zu unterschreiben: pgp -s texdatei [-u ihre_userid] Um einen ASCII-Text zu unterschreiben und eine �ber E-mail versendbare lesbare Nachricht zu erzeugen: pgp -sta texdatei [-u ihre_userid] Um eine Nachricht mit ihrem geheimen Schl�ssel zu unterschreiben und sie dann mit dem ”ffentlichen Schl�ssel des Empf„ngers zu verschl�sseln: pgp -es texdatei seine_userid [-u ihre_userid] Um eine Nachricht konventionell zu verschl�sseln: pgp -c texdatei Um eine verschl�sselte Datei zu entschl�sseln oder eine Beglaubigung zu �berpr�fen: pgp chiffratdatei [-o ausgabedatei] Um eine Nachricht f�r mehrere Empf„nger zu verschl�sseln: pgp -e texdatei userid1 userid2 userid3 --- Kommandos zur Schl�sselverwaltung: Um ihr eigenes individuelles Schl�sselpaar zu erzeugen: pgp -kg Um den Inhalt einer Schl�sseldatei zu ihrem Schl�sselbund hinzuzuf�gen: pgp -ka schl�sseldatei [schl�sselbung] Um einen Schl�ssel aus dem geheimen oder ”ffentlichen Schl�sselbung herauszukopieren: pgp -kx userid schl�sseldatei [schl�sselbund] oder:pgp -kxa userid schl�sseldatei [schl�sselbund] Um den Inhalt eines Schl�sselbundes anzusehen: pgp -kv[v] [userid] [schl�sselbund] Um einen 'Fingerabdruck' eines ”ffentlichen Schl�ssels anzusehen, um ihn mit seinem Besitzer �ber Telefon zu �berpr�fen. pgp -kvc [userid] [schl�sselbund] Um den Inhalt des ”ffentlichen Schl�sselbundes anzusehen, und die Beglaubigungen der Schl�ssel zu �berpr�fen: pgp -kc [userid] [schl�sselbund] Um die UserID oder den Schutzsatz f�r ihren geheimen Schl�ssel zu editieren: pgp -ke userid [schl�sselbund] Um die Vertrauensparameter eines ”ffentlichen Schl�ssel zu editieren: pgp -ke userid [schl�sselbund] Um einen Schl�ssel oder eine UserID aus ihrem Schl�sselbund zu entfernen: pgp -kr userid [schl�sselbund] Um einen Schl�ssel in ihrem ”ffentlichen Schl�sselring zu beglaubigen: pgp -ks seine_userid [-u ihre_userid] [schl�sselbund] Um Beglaubigungen von einer bestimmten UserID aus dem Schl�sselbund zu entfernen: pgp -krs userid [schl�sselbund] Um ihren Schl�ssel permanent zur�ckzunehmen und ein R�cknahmezertifikat zu erstellen: pgp -kd your_userid Um einen ”ffentlichen Schl�ssel ung�ltig oder g�ltig zu erkl„ren: pgp -kd userid --- Kommandos f�r Spezialisten: Um eine Nachricht zu entschl�sseln und die Unterschrift g�ltig zu lassen: pgp -d chiffrat Um eine Unterschrift zu erzeugen, die vom Dokument abgetrennt ist: pgp -sb texdatei [-u ihre_userid] Um eine Unterschrifts von einem unterschriebenen Dokument abzutrennen: pgp -b chiffrat --- Optionen, die in Verbindung mit anderen Kommandos benutzt werden k”nnen: Um ein Chiffrat im radix-64 ASCII-Format zu erzeugen, f�gen sie die Option -a an: pgp -sea texdatei seine_userid oder:pgp -kxa userid schl�sseldatei [schl�sselbund] Um den Originaltext nach Erzeugung des Chiffrats zu l”schen, f�gen sie die Option -w (wipe=ausl”schen) an: pgp -sew nachrich.txt seine_userid Um anzugeben, das der Originaltext keine Bin„rdaten, sondern nur ASCII- Text enth„lt und auf die Textzeilenkonventionen des Empf„ngers konvertiert werden soll, f�gen sie die Option -t (text) an: pgp -seat nachrich.txt seine_userid Um den entschl�sselten Text auf dem Bildschirm zu sehen, statt ihn in eine Datei zu schreiben, benutzen sie die Option -m (more) beim Entschl�sseln: pgp -m chiffrat Um anzugeben, das der Empf„nger die entschl�sselte Nachricht nur auf dem Bildschirm sehen und sie nicht abspeichern kann, benutzen sie die Option -m beim Verschl�sseln: pgp -steam message.txt her_userid Um den originalen Dateinamen f�r die entschl�sselte Datei wiederherzustellen, f�gen sie die Option -p an: pgp -p chiffrat Um einen Unix-artigen Filtermodus zu verwenden, die Eingaben von der Standardeingabe zu lesen und die Ausgaben zur Standardausgabe zu schicken, f�gen sie die Option -f an: pgp -feast seine_userid ausgabedatei Rechtliche Fragen ================= Informationen �ber PGP's Lizensierung, Vertrieb, Copyrights, Patente, Warenzeichen, Haftungsgrenzen und Exportkontrollen finden sie im Abschnitt 'Rechtliche Dinge' in der 'PGP User's Guide, Teil II: Spezielle Punkte'. PGP benutzt einen Algorithmus mit ”ffentlichen Schl�sseln, der durch das US-Patent #4,405,829 gesch�tzt wird. Die alleinigen Lizensierungsrechte f�r dieses Patent werden von der Firma Public Key Partners (PKP) gehalten, und sie k”nnten Patentrecht verletzen, wenn sie PGP in den USA ohne Lizenz benutzen. Diese Themen werden im Teil II dieser Dokumentation und in der RSAREF-Lizenz, die mit der Freeware-Version von PGP vertrieben wird, genauer erkl„rt. PKP hat die Lizenz an andere Firmen vergeben, einschlieálich der Firma ViaCrypt in Phoenix, Arizona. ViaCrypt verkauft eine voll lizensierte Version von PGP und kann unter 602-944-0773 erreicht werden. PGP ist 'Guerrilla'-Freeware, und ich habe nichts dagegen, wenn sie es weit verbreiten. Fragen sie mich einfach nicht nach einer Kopie. Stattdessen k”nnen sie es selbst auf vielen BBS'ses oder Internet FTP- Stationen finden. Aber bevor sie PGP vertreiben ist es wichtig, das sie die US-Exportkontrollen f�r Verschl�sselungssoftware verstehen. Anerkennungen ============= Gewaltige Hindernisse und m„chtige Gegner haben sich zusammengeschlossen, um PGP zu stoppen. Es gibt viele Leute, die mir helfen diese Hindernisse zu umgehen. PGP hat als 'Untergrundsoftware' Aufsehen erregt, und es als voll lizensiertes Freewareprogramm 'an die Oberfl„che' zu bringen hat viel Gedult und Willenskraft gefordert. Besonders m”chte ich Hal Abelson, Jeff Schiller, Brian LaMacchia, und Derek Atkins im MIT (Massachusetts Institute of Technology) f�r ihre M�hen danken. Ich danke auch Jim Bruce und David Litster in der Verwaltung des MIT und Bob Prior und Terry Ehling bei der MIT-Presse. Und ich m”chte meinem gesamten Verteidigerteam danken, dessen Arbeit noch nicht getan ist. Ich habe viele Witze �ber Anw„lte erz„hlt, bevor ich so viele positive Beispiele von Anw„lten in meinem Verteidigerteam feststellte, von denen die meisten pro bono arbeiten. Die Entwicklung von PGP hat sich in ein beachtliches soziales Ph„nomen verwandelt, dessen einzigartige politische Anziehungskraft die kollektiven Anstrengungen einer st„ndig wachsenden Anzahl von freiwilligen Programmierern inspirierte. Erinnern sie sich an die Kindergeschichte 'Steinsuppe' ? Ich m”chte den folgenden Leuten f�r ihre Mitwirkung bei der Entwicklung von Pretty Good Privacy danken. Obwohl ich der Autor von PGP v1.0 bin, wurden viele Teile der sp„teren Versionen durch eine internationale Zusammenarbeit mit vielen anderen Programmierern unter meiner F�hrung implementiert. Branko Lankester, Hal Finney und Peter Gutmann verwandten viel Zeit darauf, neue M”glichkeiten in PGP 2.0 einzubauen und portierten es auf Unix. Hugh Kennedy portierte es auf VAX/VMS, Lutz Frank portierte es zum Atari ST, und Cor Bosman und Colin Plumb portierten es auf den Commodore Amiga. In fremde Sprachen �bersetzt wurde PGP von: Jean-loup Gailly in Frankreich, Armando Ramos in Spanien, Felipe Rodriquez Svensson und Branko Lankester in den Niederlanden, Miguel Angel Gallardo in Spanien, Hugh Kennedy und Lutz Frank in Deutschland, David Vincenzetti in Italien, Arie Buchs und Maris Gabalins in Lettland, Zygimantas Cepaitis in Litauen, Peter Suchkow und Andrew Chernov in Russland, und Alexander Smishlajev in Estland. Peter Gutmann bot an, es ins Neuseeland-Englisch zu �bersetzen, aber wir entschieden letztendlich, das dort US-Englisch reichen sollte. Jean-loup Gailly, Mark Adler, und Richard B. Wales ver”ffentlichten den ZIP-Komprimierungsalgorithmus und gaben die Erlaubnis, ihn in PGP zu implementieren. Die MD5-Routinen wurden von Ron Rivest entwickelt und als Public Domain freigegeben. Die IDEA(tm)-Verschl�sselung wurde von Xuejia Lai und James L. Massey an der ETH in Z�rich entwickelt und wird in PGP mit Erlaubnis der Ascom-Tech AG benutzt. Charlie Merrit zeigte mir, wie man Multipr„zisionsarithmetik f�r RSA-Verschl�sselung benutzt, und Jimmy Upton steuerte einen schnelleren Multiplikations/Modulo-Algorithmus bei. Thad Smith implementierte einen noch schnelleren modmult-Algorithmus. Zhahai Stewart steuerte viele guten Ideen zu Dateiformaten und anderen Dingen bei, wie zum Beispiel, daá ein Schl�ssel mehrere UserID's haben kann. Die Idee der Bekanntmacher h”rte ich von Whit Diffie. Kelly Goen tat die meiste Arbeit f�r die erste elektronische Ver”ffentlichung von PGP 1.0. Viele Beitr„ge zur Programmierung kamen von Colin Plumb, Derek Atkins und Castor Fu. Andere Beitr„ge kamen von Hugh Miller, Eric Hughes, Tim Mai, Stephan Neuhaus, und noch so vielen anderen, die ich mir nicht alle merken kann. Zbigniew Fiedorwicz portierte es zuerst zum Macintosh. Seit der Version 2.0 haben viele andere Programmierer Patches, Fehlerkorrekturen und Portierungsanpassungen f�r andere Computer eingsandt. Es sind zu viele um jedem pers”nlich zu danken. Genau wie in der Geschichte 'Steinsuppe' wird es immer schwerer, durch die dicke Suppe den Stein auf dem Grund des Topfes zu sehen, den ich hineingeworfen hatte um das alles anzufangen. �ber den Autor =========== Philip Zimmermann ist ein Softwareentwickler mit 19j„hriger Erfahrung, der sich auf Echtzeitsysteme, Kryptografie, Authentikation und Datenkommunikation spezialisiert hat. Seine Erfahrungen schlieáen Design und Implementierung von Authentifizierungssystemen f�r finanzielle Informationsnetzwerke, Netzwerk-Datensicherheit, Protokolle zum Schl�sselmanagement, Echtzeit-Multitasking, Betriebssysteme und lokale Netzwerke ein. Weitere Kryptografische Software, Authentifizierungsprodukte und RSA-Implementationen wie das NIST DSS sind von Zimmermann erh„ltlich, sowie Softwareentwicklungsservice. Die Adresse seiner Firma ist: Boulder Software Engineering 3021 Eleventh Street Boulder, Colorado 80304 USA Tel.: 303-541-0140 (10:00 - 19:00 Uhr Mountain Time) Fax: �ber Telefon Internet: prz@acm.org Anmerkungen zur �bersetzung --------------------------- Philip Zimmermann benutzt im Englischen als Bezeichnung f�r die Verschl�sselungstechnik immer 'public key encryption'. Die deutsche �bersetzung 'Verschl�sselung mit ”ffentlichen Schl�sseln' fand ich zu lang, weshalb ich 'RSA-Verschl�sselung' benutze. An die weiblichen Leser: Ich verwende im Text aus Zeit- und Platzgr�nden immer m„nnliche Ausdr�cke f�r Empf„nger/Leser usw. Ich bin keineswegs ein Frauenfeind und bitte um Entschuldigung, wenn sie das so verstanden haben sollten. Bedenken sie, ich muáte diese 31 Seiten selbstpers”nlich in die Tastatur hacken. Ich wollte mir diese Aufgabe nicht noch unn”tig verl„ngern, indem ich jeweils beide Geschlechter anspreche. Philip Zimmermann benutzt in der Englischen Dokumentation als Empf„nger immer her_userid, also 'Ihre UserID', was ich auch weiter benutzt h„tte, wenn es im Deutschen nicht zu Verwechslungen mit your_userid [also 'Ihre(bzw. deine) UserID'] f�hren w�rde. Ansonsten gilt: 'women are always welcome'.